Ralf Schumacher konnte sich in seinem sechten DTM-Rennen vom letzten Startplatz auf den zwölften Rang nach vorne arbeiten.

Auch wenn der zwölfte Platz keine Offenbarung war und es abermals nichts Zählbares für Ralf Schumacher gab, konnte der Mücke-Pilot mit seiner Leistung zufrieden sein. Im Vergleich zur schwachen Qualifikation überzeugte Schumacher mit einigen Positionsgewinnen und machte so viele Plätze wie kein anderer Fahrer gut.

"Ich bin als Letzter losgefahren und als Zwölfter ins Ziel gekommen, vor mir war also immer etwas los", bilanzierte der Rookie nach seinem ersten Zandvoort-Einsatz. "Der Start war eigentlich ereignislos, aber ich konnte mir direkt Katherine schnappen. Leider hing ich dann lange hinter Susie, aber mein Team hat mich durch eine gute Strategie und einen tollen Boxenstopp nach vorne geholt."

Schumacher gelang es zudem, einen Konkurrenten im offenen Zweikampf zu überholen. "Ein Auto auf der Strecke zu überholen, ist immer eine schöne Sache", so Schumacher über das gelungene Manöver gegen seinen Teamkollegen Maro Engel. In der Schlussphase des Rennens musste sich der 33-Jährige nach hinten orientieren: "Das Rennen war eigentlich früh vorbei, ich musste meine Position nur noch gegen Mathias verteidigen."

Den erhofften Erfolg brachte die Erleichterung der Jahreswagen nicht - weder einmal war man gegen die Neuwagen chancenlos. "Zandvoort ist eine schlechte Strecke für einen solchen Vergleich", urteilte Schumacher, "Je besser das Auto ist, desto mehr kann man hier damit anfangen. Da sind die Abstände schnell doppelt so groß als sonst." Auf die Frage, warum Mercedes in Zandvoort generell schlechter abschneidet als die Konkurrenz aus Ingolstadt, fand Schumacher nur eine Antwort: "Ich weiß nicht, wo die Schwächen von Mercedes liegen, denn ich bin noch zu sehr mit meinen eigenen beschäftigt."

"Zandvoort ist mit dem DTM-Auto eine sehr spezielle Strecke. Es ist schön, Erfahrung für ein mögliches nächstes Jahr gesammelt zu haben", berichtete der ehemalige DTM-Pilot. Als nächstes geht es auch für ihn auf eine Strecke, die er bestens kennt: den Nürburgring. "Ich kenne den Kurs gut, aber das habe ich vor Hockenheim auch gedacht - dann musste ich die Strecke auf einmal komplett neu lernen..."

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