Mattias Ekström vor Timo Scheider und Tom Kristensen: Trotz ihrer Favoritenrolle dominierten die Ingolstädter das Qualifying überraschend deutlich.

Noch weit stärker als gedacht präsentierten sich beim Zandvoorter Qualifying die Ingolstädter Favoriten: Mit einer Zeit von 1:31.012 Minuten verbesserte der morgige Pole-Sitter Mattias Ekström die letztjährige Pole-Zeit um beachtliche 1,8 Sekunden. Dem Schweden folgten seine Abt-Audi-Teamkollegen Timo Scheider und Tom Kristensen auf den Rängen zwei und drei. Jamie Green und Bruno Spengler blieb für Mercedes auf den Plätzen vier und fünf nur Schadensbegrenzung.

Session 1 - 1:31er-Schallmauer bricht

Wie gewohnt waren es die Jahreswagen, die während der ersten Minuten der ersten Session den Anfang machten - dank Oliver Jarvis erwartungsgemäß mit dem besseren Ende für die Audi-Jahreswagen. Es folgte der Schlagabtausch der Neuwagen mit gleichen Ausgang: So legte Tom Kristensen mit einer Zeit von 1:32.234 Minuten die Messlette noch höher als Timo Scheider - bevor durch Mattias Ekström erstmals an diesem Wochenende die 1:31er-Grenze durchbrochen wurde. Ärgster Verfolger der Abt-Audi-Piloten blieb auch für den Rest des Zeitfahrens Paul di Resta auf Rang vier.

Zu überzeugen wusste wie bereits während der Tests auch Christijan Albers mit einem zwischenzeitlichen achten Rang. Am Ende landete der Niederländer einen Rang hinter Gary Paffett auf Position 14 - und schlug damit nicht zum ersten Mal das Gros der Mercedes-Jahreswagengarde: Unterbrochen von Katherine Legge im 2006er-Audi müssen sich Mathias Lauda, Maro Engel, Susie Stoddart und Ralf Schumacher morgen mit den letzten fünf Startplätzen begnügen.

Session 2 - Ekström dominiert

Mittlerweile hatte Timo Scheider zwar Ekströms Zeit aus der ersten Session egalisiert - mit einer Zeit von 1:31.789 Minuten wusste sich der Schwede allerdings ein weiteres Mal zu steigern. Weiterhin stark präsentierten sich die Audi-Jahreswagen: So hielt sich Phoenix-Pilot Jarvis bis zuletzt noch vor Martin Tomczyk und Tom Kristensen auf dem dritten Rang. Bruno Spengler, der ebenso wie die beiden Audi-Spitzenreiter nur eine fliegende Runde absolvierte, Jamie Green und Paul di Resta belegten die Ränge sechs bis acht.

Eine nach einem Ausritt lädierte Heckpartie sowie vergebliche Reparaturversuche der Box hinderten Mike Rockenfeller am Ende nicht an einem guten zehnten Rang hinter Teamkollege Markus Winkelhock. Als Schlusslicht der zweiten Session präsentierte sich Gary Paffett als Dreizehnter - nachdem Christijan Albers im 2006er die Box nicht mehr verlassen hatte. Ebenso wie schon in Mugello sparte sich der Niederländer zusätzliche Reifensätze für das Rennen auf.

Session 3 - Audi unter sich

Mit einer Zeit von 1:31.947 Minuten bewies Bruno Spengler, dass die Stuttgarter auch diesmal lange nicht mit offenen Karten gespielten hatten - ebenso wenig jedoch die Ingolstädter Konkurrenz. Im Sekundentakt unterboten sich Scheider, Ekström und Kristensen in ihren Zeiten und verwiesen den Kanadier auf den vierten Platz. Bis wenige Sekunden vor Schluss erschien der dänische Zandvoort-Sieger von 2006 wie der morgige Pole-Sitter - bis Kristensen zunächst von Timo Scheider um drei Zehntelsekunden, dann von Mattias Ekström um weitere zwei Zehntel übertroffen wurde.

Die Stuttgarter konnten dem Herzschlagfinale der Abt-Audi-Piloten nur staunend zusehen: Mit einem am Ende deutlichen Rückstand von sechs bzw. sieben Zehntelsekunden belegten Jamie Green und Bruno Spengler die Plätze vier und fünf. Martin Tomczyk, Paul di Resta und Oliver Jarvis als bester Jahreswagenpilot komplettierten die Top 8.

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