Tom Kristensen begann das Rennwochenende in der Eifel mit einer Bestzeit. Beeindrucken konnte aber nur die Großbaustelle gegenüber der Boxenstraße.

Bei optimalen äußeren Bedingungen und Temperaturen von über 20 Grad Celsius spielte Audi auch beim siebten Vormittags-Test der Saison 2008 die erste Geige. Auf dem 3,629 Kilometer langen Nürburgring fuhr Tom Kristensen vor seinen Markenkollegen Timo Scheider und Mattias Ekström die Bestzeit. Erst auf Rang vier folgte mit Jamie Green der schnellste Mercedes-Pilot.

Während sich die Teams und Fahrer mit der Strecke und den Gegebenheiten bekannt machten, sorgte das spektakuläre Ambiente für Aufsehen - gegenüber der Boxengasse entsteht momentan die neue Haupttribüne. Auch wenn das freie Fahren für wenig Spannung sorgte, fesselten die leistungsstarken Boliden immerhin den ein oder anderen Bauarbeiter.

Einige von ihnen mögen auch den weißen Wagen von Kristensen auf dem Weg zur Zeit von 1:25.212 Minuten beobachtet haben. Der Däne war damit fast vier Zehntelsekunden schneller als Scheider, direkt dahinter platzierte sich Ekström. Green verlor in seiner C-Klasse und einer Zeit von 1:25.727 Minuten schon mehr als eine halbe Sekunde. Luft nach oben ist allerdings noch genügend vorhanden: der aktuelle Streckenrekord beträgt 1:24.442 Minuten, im Qualifying vor einem Jahr war Martin Tomczyk noch 1,3 Sekunden schneller.

Als bester Jahreswagen-Fahrer wurde Markus Winkelhock mit einem Abstand von sechs Zehnteln auf dem siebten Platz klassiert. Auch Christijan Albers schaffte es mit seinem alten A4 in die Top-Ten - wieder einmal zeigte sich, dass der zwei Jahre alte Bolide gut funktioniert, wenn kaum Gummi auf der Strecke liegt. Die fünf Gebrauchtwagen aus Stuttgart fanden sich am Ende der 90 Minuten auf den letzten Plätzen wieder, nur Katherine Legge war langsamer.

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