Nach Unfällen und starken Regenfällen entschied die erste Qualifying-Session über die Startaufstellung. Tom Kristensen errang die Pole - unter Vorbehalt.

Erstmals seit dem Hockenheimer Saisonfinale hat Tom Kristensen am Nürburgring die Pole Position erobert - vor Audi-Jahreswagenpilot Mike Rockenfeller und Vorjahres-Pole-Sitter Martin Tomczyk. Maßgeblich für das Ergebnis des Qualifyings war das Resultat der ersten Session nachdem die zweite Session wegen eines Unfalls - ausgerechnet des später zweitplatzierten Mike Rockenfellers - vorzeitig abgebrochen werden musste und damit nicht zur Wertung gebracht werden konnte.

Die letzte Session konnte trotz mehrfachen Aufschubs wegen starker Regenfälle nicht gestartet werden. In Mercedes-Reihen wusste man angesichts der chaotischen Verhältnisse nicht wie gewohnt von der feuchten Strecke zu profitieren: Mit Gary Paffett und Bernd Schneider landeten die besten Mercedes-Piloten auf den Plätzen vier und sechs. Tabellenführer Timo Scheider kam nur auf Rang neun. Die endgültige Bestätigung der Ergebnisse durch die Sportkommissare steht noch aus. Fraglich ist, ob die erste Session maßgeblich für die Startaufstellung sein kann.

Session 1 - Kristensen erobert die Pole

Bereits vor Beginn des Qualifyings hatte sich an der Boxenampel die Mehrheit der Piloten eingefunden, um frühestmöglich eine erste Sicherheitsrunde zu drehen. Den Anfang machte Paul di Resta - um auf seiner ersten fliegenden Runde sogleich eingangs der Mercedes-Arena geradeaus zu fahren. Mit Aquaplaning hatten auch seine Kollegen zu kämpfen: Nach einem Ausritt in Kurve eins schlug Oliver Jarvis mit seinem Audi-Jahreswagen leicht in die Reifenstapel ein. Mit beschädigter Frontpartie rettete sich der Brite zurück an die Box, schied aber später aus dem Qualifying aus.

Die erste Bestzeit hatte Gary Paffett zu verzeichnen - bevor sich zunächst Regenspezialist Bernd Schneider, dann Mike Rockenfeller die erste Position sicherten. Nach einem Duell zwischen Paffett und Martin Tomczyk an der Spitze präsentierte sich mit einer Bestzeit von 1:38.346 Minuten Tom Kristensen als der lachende Dritte. Der schon bei den Tests erfolgreiche Däne entschied die erste Session vor Mike Rockenfeller für sich. Den feuchten Nürburgring-Erlebnissen zum Opfer fielen nicht nur Katherine Legge, Christijan Albers und Susie Stoddart. Auch HWA-Pilot Bruno Spengler musste seinen Arbeitstag auf Rang 16 vorzeitig beenden.

Session 2 - Zeiten ohne Wirkung

Mit einer ersten gezeiteten Runde von 1:38.389 Minuten hatte Martin Tomczyk die Messlatte von Beginn an hoch gelegt; Paffett und Schneider komplettierten wie schon zuvor die Spitzengruppe. Während sich die Konkurrenz an der Bestzeit des bayrischen Abt-Audi-Piloten die Zähne ausbiss, unterlief bei Mike Rockenfeller der nächste folgenschwere Ausrutscher: Mit einem seitlichen Einschlag in die Reifenstapel führte der Rosberg-Pilot unfreiwillig einen Abbruch der Session herbei. Die Tücken des Aquaplanings erlebten auch Markus Winkelhock und Paul di Resta mit weiteren, folgenlosen Drehern.

Session 3 - der Totalausfall

Das Ergebnis der vorzeitig abgebrochenen zweiten Session bildete zugleich das Endresultat - nach zweifach wegen starken Regens verschobenem Restart wurde das Qualifying vorzeitig für beendet erklärt. Es zählte das Ergebnis der ersten, weil beendeten Session: Über die Pole Position durfte sich damit Tom Kristensen freuen - vor Mike Rockenfeller, Martin Tomczyk, Gary Paffett. Die Top Acht komplettierten Mattias Ekström, Bernd Schneider sowie die Mücke-Piloten Ralf Schumacher und Maro Engel.

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