Versöhnlich endete das Wochenende von Paul di Resta am Nürburgring. Der Schotte riskierte mit Blick auf die Meisterschaft nicht zuviel und wurde Zweiter.

Genau 5.764 Sekunden fehlten Paul di Resta für den Sieg beim Zieleinlauf am Nürburgring. Für Rennfahrer ist es selbstverständlich stets bitter, wenn der Sieg in greifbarer Nähe nicht möglich war. "Natürlich will man immer den Sieg, aber wenn man um die Meisterschaft fährt, kann man nicht so viel Risiko eingehen", sagte di Resta gegenüber der adrivo Sportpresse.

Risiko war das Stichwort an diesem Renntag, bei dem der Altmeister Bernd Schneider erstmals seit längerer Zeit wieder ganz groß aufdrehen konnte - denn der Himmel über dem Nürburgring ließ die Teams bei der Auswahl von Regen- und Trockenreifen im Ungewissen. Im Hinblick auf die Meisterschaft wollte der Schotte jedoch auf Nummer sicher gehen. "Es war immer ein wenig Regen auf der Windschutzscheibe. Wir haben versucht, möglichst lange auf Trockenreifen zu fahren, aber wir konnten in der Meisterschaft am Ende nicht mehr dieses Risiko eingehen."

Ob ein effizienterer Boxenstopp der Schlüssel für den Sieg gewesen wäre, kann man nicht ausschließen. "Wir hatten ein kleines Problem beim Boxenstopp, das ein wenig Zeit gekostet hat. Dann war ich wieder komfortabel in Führung. Eine Runde mehr, und ich hätte Bernd vielleicht überholen können", trauert der Mercedes-Pilot einem möglichen Sieg nach.

Mit seiner Mannschaft ist der junge Schotte trotzdem zufrieden. Verbesserungspotential sieht HWA bei den Boxenstopps dennoch. "Das Team macht generell einen guten Job, was die Boxenstopp angeht - auch sie sind nur Menschen. Aber wir werden die Boxenstopps bis Brands Hatch sicher noch ein paar Mal üben..."

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