Für Martin Tomczyk gibt es keinen Zweifel daran, dass die Rennkommisäre das Qualifying zurecht abgebrochen haben und, dass er die Pole Position erreicht hätte.

In einem überaus chaotischen DTM-Qualifying konnte Martin Tomczyk das Beste aus den vorhandenen Bedingungen machen. Zwar war der Audi-Pilot im zweiten Teil des Zeittrainings bereits auf Pole-Kurs unterwegs, jedoch wurde ihm diese Zeit nachträglich aberkannt - wie auch allen anderen Piloten, die mit ihm in die zweite Phase des Qualifyings gestartet waren.

Dass Tomczyk trotz seiner Führung im zweiten Qualifying nach dem Abbruch des Zeittrainings nicht auf Pole stand, überraschte den Rosenheimer. "Ich habe mich anfangs gar nicht um das Ergebnis gekümmert. Irgendwann wurde mir gesagt, dass ich Dritter bin - und nicht auf Pole", sagte Martin Tomczyk gegenüber deradrivo Sportpresse.

An der Entscheidung der Rennkommissare gibt es für ihn aber nichts zu rütteln. Nachdem das Qualifying abgebrochen war, war die Startaufstellung für das morgige Rennen anhand der Ergebnisse aus dem ersten Qualifying ermittelt worden. "Natürlich wäre die Pole schöner gewesen, aber es ist die richtige Entscheidung, dass man gemäß Reglement die erste Session für das Ergebnis herangezogen hat. Ich war ganz klar polefähig - ich war lange genug auf Platz eins", sagte er.

Das hat auch seinen Grund, denn Tomczyk fühlt sich auf regennasser Fahrbahn pudelwohl. "Im Regen bin ich schon immer gut zurechtgekommen. Auch in Barcelona habe ich mich letztes jahr im Qualifying sehr gut auf die schlechten Witterungsbedingungen eingestellt", so Tomczyk. "Ich hoffe für morgen nicht auf Regen, aber auf jeden Fall ist es schön, wieder ganz vorne in der Startaufstellung zu stehen. Ob der Titelkandidat des vergangenen Jahres in der Meisterschaft neue Möglichkeiten wittert? "An die Chancen in der Meisterschaft will ich noch gar nicht denken..."

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