Mercedes-Benz und Bruno Spengler konnten im zweiten Test die Spitze übernehmen. Viele Fahrer waren schon über dem Limit.

Nach dem sechsten Platz im ersten Test konnten Bruno Spengler und Mercedes am Nachmittag die Führung übernehmen. Auf dem Norisring in Nürnberg fuhr der Kanadier mit 48,387 Sekunden die bisher beste Zeit des Wochenendes. Erst in letzter Sekunde konnte Spengler seinen bis dahin führenden Markenkollegen Bernd Schneider von der Spitzenposition verdrängen.

Schon in den ersten Minuten wurden die Zeiten vom Vormittag deutlich unterboten. Am Ende war Spengler fast eine Sekunde schneller als noch in der ersten Session des Tages. Während vor allem die Benz-Piloten einen großen Sprung nach vorne machten, konnte man bei Audi, zumindest von den Positionen her, keine großen Fortschritte feststellen. Mattias Ekström rutschte noch hinter Gary Paffett auf den vierten Rang ab.

Im zweiten Training forderten die Fahrer das Limit gleich mehrfach heraus. Katherine Legge verbremste sich nicht nur einige Male vor der Grundig-Kehre, drehte sich an gleicher Stelle einmal und zerstörte mindestens einen Reifensatz, bei dem schon die Karkasse zum Vorschein kam. Auch Gary Paffett kämpfte mit Problemen: zunächst wechselte der Brite in der Dutzendteich-Kehre die Fahrtrichtung, einige Zeit später stellte er seinen Boliden Ausgangs des Schöller-S ab und musste von einem Streckenfahrzeug zurück in die Box geschleppt werden. Erst kurze Vor dem Ende konnte der Persson-Pilot das Training wieder aufnehmen.

Christijan Albers konnte seine gute Leistung und Platz vier aus dem ersten Test nicht wiederholen. Als 15. ließ der Holländer immerhin Ralf Schumacher hinter sich und war deutlich schneller als Legge auf gleichem Material. Ans Limit ging der ehemalige Vizemeister aber trotzdem, im Laufe der 90 Minuten blieb ein Außenspiegel auf der Strecke.

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