Trotz eines gelungenen Testauftakts blieb Audi beim Nürnberger Heimspiel erneut nur die Verfolgerrolle. Bruno Spengler und Mercedes dominierten.

Mit dem traditionellen Ergebnis ist in Nürnberg das Qualifying zum fünften Saisonlauf zu Ende gegangen: Auch in diesem Jahr führte an Mercedes kein Weg vorbei - mit einer dominanten Runde sicherte sich wie bereits im Vorjahr Bruno Spengler souverän die Pole Position. Seine Teamkollegen Jamie Green und Paul di Resta komplettierten eine Dreifach-Pole für Mercedes. Nach einer zwischenzeitlichen Bestzeit von Timo Scheider musste sich die Ingolstädter Konkurrenz mit den Plätzen vier bis sechs begnügen.

Session 1 - Lauda überrascht

Eine starke Performance der Stuttgarter war erwartet worden - dass mit Mathias Lauda ausgerechnet an einen der leidgeplagten Mercedes-Jahreswagenpiloten die erste Bestzeit des Qualifyings ging, überraschte dennoch. Im Folgenden machten die HWA-Mercedes den Kampf um die schnellste Runde der ersten Session unter sich aus: Auf Bruno Spengler folgte zunächst Jamie Green, dem die Bestzeit am Ende wieder durch den Kanadier mit einer Zeit von 0:48.007 Minuten entrissen wurde. Paul di Resta auf Platz zwei kpmlettierte das Mercedes-Trio an der Spitze.

Erst mit leichtem Respektabstand auf den Rängen drei und vier folgten Mattias Ekström und Tom Kristensen als beste Audi-Vertreter - dicht gefolgt von Mathias Lauda. Der Österreicher übertrumpfte seine Kollegen im Mercedes-Jahreswagen deutlich: So schafften es Maro Engel und Ralf Schumacher nur mit Mühe in die zweite Session; Susie Stoddart musste nach Rang 15 ihren Arbeitstag beenden. Wenig überzeugend präsentierten sich die Audi-Boliden älteren Jahrgangs: Trotz des beherzten Einsatzes seines Außenspiegels scheiterte Markus Winkelhock ebenso wie die Mike Rockenfeller und die Futurecom-TME-Piloten.

Session 2 - Scheider glänzt

Nach einer starken Leistung am Freitagmorgen meldete sich Audi zu Beginn der zweiten Session zurück: So eroberte Martin Tomczyk nach einer ersten Bestzeit durch Green zwischenzeitlich die Spitze, wurde dann jedoch von Timo Scheider und Bruno Spengler übertroffen. Bis zuletzt kämpften die Jahreswagen beim Versuch, in die letzte Session zu gelangen, auf verlorenem Posten: Während Gary Paffett auf Rang neun nur knapp scheiterte, verfehlten die beiden Phoenix-Audi-Piloten und der zuvor so überzeugende Lauda die Top 8 deutlich. Ralf Schumacher platzierte sich auf Rang elf

Die zweite Session gipfelte im ersten direkten Kräftemessen der beiden Neuwagenlager: Nahezu zeitgleich absolvierten Bernd Schneider und Timo Scheider während der letzten Minute ihre letzte fliegende Runde - mit dem besseren Ende für den Audi-Piloten. Weniger als Scheider wussten Ekstörm und Tom Kristensen auf den Rängen sechs und acht zu überzeugen: Die teaminterne Dominanz des Tabellenführers setzte sich fort.

Session 3 - Mercedes dominiert

Mit einem Verbremser und einem lädierten ersten Reifensatz begann das Qualifying für Bernd Schneider unplanmäßig. Teamkollege Bruno Spengler sorgte mit einer Zeit von 47.994 Sekunden hingegen gleich zu Beginn für eine Bestzeit, die selbst von Timo Scheider unerreicht blieb. Jamie Green legte als neuer Spitzenreiter die Messlatte um weitere Tausendstelsekunden höher. Das letzte Wort behielt jedoch der Kanadier: Mit einer deutlichen Bestzeit von 47.785 Sekunden eroberte Spengler seine erste Pole Position der Saison.

Timo Scheiders fahrerisch erneut souveräne Leistung reichte am Ende nur zu Rang vier hinter Paul di Resta. Martin Tomczyk, Tom Kristensen und Martin Tomczyk mussten sich mit den Rängen fünf, sechs und acht begnügen. Nicht besser erging es Bernd Schneider: Auch auf dem Nürnberger Stadtkurs konnte der Routinier auf Rang sieben seine Qualifying-Schwäche nicht ablegen.

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