Die ersten anderthalb Stunden des DTM-Wochenendes sind absolviert. Audi bestätigte die gute Form, Mercedes ist aber in Lauerstellung.

Das Rennwochenende in der Lausitz begann mit einem kleinen Frühjahrsputz. Nach einer Viertelstunde schalteten die Ampeln im 1. Test auf Rot. Die Strecke war nach dem DTM Roll-Out und dem Seat Training zu schmutzig, es musste erst einmal eine Säuberungsaktion eingelegt werden. "Am Anfang war es ziemlich dreckig", sagte Bruno Spengler nach Trainingsende. "Aber danach wurde es besser. Insgesamt ist es gut gelaufen."

Nach getaner Putzarbeit zeigte sich bald das übliche Zeitenbild: mit Martin Tomczyk, Mattias Ekström, Timo Scheider und Tom Kristensen fanden sich die vier 08er Audi in abwechselnder Reihenfolge auf den ersten vier Plätzen ein. Nach 90 Minuten Test einigten sie sich auf diese Aufteilung für die Plätze 1 bis 5: Tomczyk, Kristensen, Scheider, Ekström. Den Spielverderber gab Paul di Resta, der sich als bester Mercedes-Pilot auf Platz 3 schob.

Bis dahin hatte Bernd Schneider den Stern hochgehalten. So beendete er das Training als Sechster hinter dem Spitzenquartett. Vier Audi unter den besten Fünf: ist nach dem Mercedes-Konter aus Mugello in der Lausitz wieder Audi vorne? Noch ist erst ein Test gefahren. Schneider glaubt sowieso nicht daran, dass es Audi- oder Mercedes-Strecke gibt. "In Mugello hätte Audi gut sein sollen, da haben wir gewonnen; in Hockenheim sollten wir gut sein und da hat Audi gewonnen", erinnerte er.

Die Überraschung des Vormittags war ein ehemaliger Mercedes-Fahrer: Christijan Albers fuhr in seinem 06er Audi des TME Teams auf Platz 7 und ließ damit sogar die aktuellen Mercedes von Spengler und Jamie Green hinter sich. Die Top10 rundete Mike Rockenfeller ab. Ralf Schumacher spulte 36 Runden ab und belegte Platz 13. Nur Maro Engel war mit 45 Runden eifriger bei der Sache.

Premiere feierte im 1. Test die neue Boxeneinfahrt des EuroSpeedway Lausitz. Diese wurde so angepasst, dass sie im Vergleich zum regulären Weg auf der Strecke keine Abkürzung mehr darstellt. "Das ist so viel besser", lobte Bruno Spengler schon nach der ersten Besichtigung am Donnerstag.

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