Auf eine Niederlage gegen Paul di Resta hatte sich Dr. Wolfgang Ullrich bereits eingestellt. Mit umso größerer Freude sah er eine gute Audi-Mannschaftsleistung.

"Wir hatten einen sehr guten Rennspeed. Aber wir haben gesehen, dass es einen Mercedes gegeben hat, den wir nicht schlagen konnten", musste Dr. Wolfgang Ullrich nach dem zweiten Mercedes-Sieg in Folge gestehen. Dennoch betrieben die Ingolstädter aus Sicht des Audi-Sportchefs mehr als nur Schadensbegrenzung: Mit freundlicher Unterstützung der HWA-Boxencrew zogen gleich drei Audis am gestern noch zweitplatzierten Bruno Spengler vorbei: "Insgesamt haben wir eine gute Mannschaftsleistung gezeigt, wenn man bedenkt, dass uns die Streckencharakteristik des Lausitzrings nicht so gut liegt."

Die geschlossene Mannschaftsleistung seiner Abt-Audi-Schützlinge beobachtete er mit besonderer Freude: "Timo, Mattias und Martin sind tolle Rennen gefahren. Sie haben gegeneinander um Tausendstel gekämpft. Auch die Mechaniker haben wirklich gute Boxenstopps hingelegt, die mitentscheidend für das gute Ergebnis waren." Lediglich Tom Kristensens Boxenstopps trugen nicht zur guten Laune des Österreichers bei: "Tom hat sich beim Einfahren ins Oval mit Alexandre Prémat berührt, hat sich gedreht. Dabei ist an dem Auto einiges kaputtgegangen. Nach diesem Unfall ist auch der Funkkontakt abgebrochen." Überrumpelte Mechaniker und missglückte Boxenstopps bildeten die logische Konsequenz.

Als Ursache für Markus Winkelhocks frühes Aus sah Dr. Wolfgang Ullrich einen Reifenschaden, der auf Berührungen im Startgetümmel zurückging. "Ansonsten hätte Markus in unserem Jahreswagen-D-Zug sicher ein gewichtiges Wörtchen mitreden können." Mehr Mitspracherecht als sonst beim Nürnberger Audi-Heimspiel gewohnt erhofft sich Ullrich für das nächste Duell mit Mercedes:"Wir haben zehn Kilogramm für das für uns so wichtige Rennen auf dem Norisring verloren, Timo Scheider hat die Meisterschaftsführung ausgebaut. Ich gehe mit einem sehr lachendes Auge aus diesem Rennen."

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