Die erste Pole für Paul di Resta, Startplatz zwei für Bruno Spengler: Die Aufholjagd von Mercedes setzt sich auch in der Lausitz fort.

Mit der ersten Pole Position seit dem fünften Saisonlauf 2007 auf dem Norisring ist für Mercedes das Zeitfahren auf dem EuroSpeedway Lausitz geendet. Paul di Resta und Bruno Spengler sorgten für eine Doppel-Pole der Stuttgarter, während sich die Audi-Speerspitzen Timo Scheider und Mattias Ekström mit der zweiten Startreihe begnügen musste. Trotz immer dunkler werdender Wolken bestritten die Piloten das Qualifying auf rutschiger, aber trockener Strecke.

Schumacher überzeugt

Ähnlich ausgeglichen wie zuletzt in Mugello schien es zu Beginn der ersten Session vorzugehen. Fünf Minuten vor Schluss präsentierte sich Martin Tomczyk dicht gefolgt von Bruno Spengler, Timo Scheider und Paul di Resta auf der nach wie nur wenig Grip bietenden Strecke an der Spitze. Während seine Neuwagenkollegen es bereits ruhiger angehen ließen, kämpfte Mattias Ekström ebenso wie die Mercedes-Jahreswagen nach Kräften um den Einzug in die zweite Session:

Nachdem zunächst Ralf Schumacher um drei Tausendstel den rettenden 14. Platz verpasst hatte, befreite sich Ekström auf seinem bereits dritten Reifensatz mühelos aus dem Tabellenkeller. Auch Ralf Schumacher durfte wenige Sekunden vor Schluss noch jubeln: Ebenso wie Christijan Albers im 2006er-Audi hatte der Ex-Formel-1-Pilot die vier übrigen Mercedes-Jahreswagenpiloten sowie Katherine Legge auf die letzten fünf Plätze verwiesen.

Di Resta dominiert

Hatte zunächst noch Timo Scheider mit der vorläufigen Bestzeit an seine gewohnte Hochform angeknüpft, so hielt sich nun mit Paul di Resta erstmals in diesem Zeitfahren ein Mercedes-Pilot an der Spitze. Mattias Ekströms und Tom Kristensens Versuche, die Zeiten des Schotten zu unterbieten, blieben vergeblich. Um den Einzug in die entscheidende dritte Session musste derweil Jamie Green zittern:

Mit denkbar knappem Vorsprung durfte der Mugello-Sieger seinen achten Platz behalten, nachdem Oliver Jarvis im Audi-Jahreswagen um 95 Tausendstel hinter der erforderlichen Rundenzeit zurückgeblieben war. Auch von den übrigen Jahreswagen schaffte es erstmals in dieser Saison keiner in die dritte Runde: Auf Jarvis folgten Mike Rockenfeller, Markus Winkelhock und Alexandre Prémat; Ralf Schumacher wiederholte vor Christijan Albers seinen 13. Startplatz von vor zwei Wochen.

Audi-Serie reißt

Zu einem Déjà-vu kam es zu Beginn der letzten Session: Mit Timo Scheider und Jamie Green deutete sich in Reihe 1 die gleiche Konstellation an wie in Mugello, bevor Paul di Resta mit einer erneut deutlichen Bestzeit auftrumpfte. Anders als Bruno Spengler, der seinen dritten Rang vor Mattias Ekström verteidigte, kämpften Martin Tomczyk, Tom Kristensen und Bernd Schneider auf verlorenem Posten. Sie mussten sich mit den Rängen sechs bis acht begnügen.

Nach zuletzt acht Audi-Poles in Folge schlug Mercedes am Ende gleich zweifach zurück: Neben Pole-Sitter Paul di Resta platzierte sich in letzter Sekunde Bruno Spengler auf Rang zwei und sorgte so für eine Doppel-Pole der Stuttgarter. Trotz gerissener Serie von zuletzt drei Pole Positions in Folge bleibt Timo Scheider auf Startplatz drei erfolgreichster Audi-Pilot; dicht gefolgt von Jamie Green und Mattias Ekström.

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