Spätestens der vierte Saisonlauf hat Norbert Haug zur Erkenntnis gebracht: Ein neues Gewichtsreglement für die Jahreswagen muss her.

Die Mercedes-Jahreswagen unter ferner liefen, ein magerer Punkt für die 2007er-Audi: Von den glanzvollen Ergebnissen der Jahreswagen, wie sie im letzten Jahr zum DTM-Alltag gehörten, ist in dieser Saison nichts mehr übrig geblieben. Grund genug für Norbert Haug, nun auch offiziell eine Änderung des Gewichtsreglements anzuregen. "Wir müssen uns mit dem DMSB mit der Gewichtseinstufung der 2007er-Autos und 2006er-Autos auseinandersetzen", sagte der Mercedes-Sportchef im Anschluss an den vierten Saisonlauf, "ich würde gerne mit Christian Schacht, Dr. Ullrich und der ITR ein Gespräch führen, um den 2007er-Autos vielleicht eine Marscherleichterung zu geben."

Gerade mit Blick auf die Mercedes-Jahreswagen, denen bisher nur Gary Paffett in Hockenheim Punkte bescherte, liegen die Gründe auf der Hand: "Mit den Jahreswagen in die Punkte zu fahren, ist momentan nicht möglich. Wir müssen dafür sorgen, dass sie prinzipiell punktefähig sind." So wären aus Sicht Haugs auch die 2007er-A4 leer ausgegangen, hätte Tom Kristensen nicht mit Problemen zu kämpfen gehabt.

Nachdem sich bislang zumindest die älteren Audi regelmäßig in Mannschaftsstärke in die Punkte hatten fahren können, befürwortet nun auch der Audi-Sportchef eine neue Gewichtseinstufung der Jahreswagen. Sie liegen in ihrem Basisgewicht nur zehn Kilogramm unter den aktuellen Boliden. "Ich sehe das ähnlich wie Norbert Haug. Es hat zwar Alexandre Prémat noch einen Punkt geschafft, aber trotzdem ist die Lücke zwischen 2007er- und 2008er-Autos größer als gedacht." Insbesondere die Einstufung von 2006er- und 2007er-Boliden bei der Vergabe von Zusatzgewichten hatte schon in Mugello für Verdruss in Reihen der Stuttgarter gesorgt: Sie warteten trotz regelmäßiger Niederlagen gegen die Ingolstädter vergeblich darauf, Gewicht zu verlieren.

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