Auch in der Lausitz präsentierte sich Timo Scheider als Zugpferd des Qualifyings - diesmal allerdings nur in Audi-Reihen...

Mit Blick auf die Qualifyings der vergangenen Jahre auf dem EuroSpeedway Lausitz erlebte Dr. Wolfgang Ullrich ein Déjà-vu - angesichts der letzten Monate hingegen ein Novum. Erstmals seit elf Monaten durfte Ullrich nach einem samstäglichen Qualifying keine Pole Position eines Abt-Audi-Piloten bejubeln. Nachdem das letztjährige Lausitz-Qualifying mit einem sechsten Startplatz als bestes Audi-Ergebnis geendet war, nahm der Audi-Sportchef die Doppel-Pole der Konkurrenz mit Fassung.

Während Mercedes-Kollege Norbert Haug die Existenz von "Audi-" und "Mercedes-Strecken" verneint, verweist Dr. Wolfgang Ullrich auf das für die Ingolstädter ungünstige Anforderungsprofil der Strecke. "Natürlich wäre es schöner gewesen, in die erste Reihe zu kommen. Der Lausitzring ist allerdings eine Strecke, die uns auch in den letzten Jahren nicht so gut gelegen hat", blickt der Audi-Sportchef gegenüber der adrivo Sporpresse zurück, "dafür bin ich mit zwei Autos in Reihe noch einigermaßen zufrieden - auch angesichts des kleinen Gewichtshandicaps von zehn Kilogramm im Hinterkopf."

Dass es auch mit gleichem Gewicht nicht zur Rundenzeit Paul di Restas gereicht hätte, erkennt auch Ullrich. So hofft er auf einen konkurrenzfähigeren Speed im Rennen. Dass Haug auf einen Long Run von di Resta verweist, "der seinesgleichen sucht", beunruhigt den Österreich nur bedingt: "Es hat sehr unterschiedliche Long Runs gegeben. Es hat mit einem unserer Autos einen sehr guten Long Run gegeben, aber auch einen sehr guten Long Run von Mercedes. Wir werden morgen Früh noch einmal den Speed auf die Distanz testen, weil die Long Runs am Freitag gerade auf dem Lausitzring immer unter ganz anderen Streckenbedingungen zu Stande kommen."

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