Schon als Teamkollegen in der britischen F3 duellierten sich Maro Engel und Oliver Jarvis. Damals nah beeinander, trennen sie nun noch einige Startreihen...

Beide bestreiten sie im Jahreswagen ihr DTM-Debüt, beide stehen sie noch im medialen Schatten Ralf Schumachers. Doch nicht erst seit dem Saisonstart sind sich Oliver Jarvis und Maro Engel bestens bekannt: Schon 2006 duellierten sich Oliver Jarvis und Maro Engel in der britischen Formel 3 - als Teamkollegen bei Carlin Motorsport. Als Vizemeister konnte Jarvis damals gegenüber dem Gesamtfünften Engel das bessere Ende für sich verbuchen. Und auch in der DTM hat Jarvis mit den Startplätzen acht und vier sowie Platz neun im Hockenheim-Rennen die Nase vorn.

"Ich habe mich sehr gut und schnell in die DTM eingewöhnt. Aber auch Maro ist ein sehr guter Fahrer - den aktuellen Zeitunterschied kann ich mir nicht erklären", sagte Jarvis im Gespräch mit der adrivo Sportpresse mit Blick auf seinen früheren Weggefährten. Dieser erkennt derweil die bisher beeindruckende Performance des Engländers neidlos an: "Ich kann mich nicht mit Oliver vergleichen, denn ich kenne sein Auto nicht. Aber es sieht so aus, dass er einen Job macht - er war seit Hockenheim immer schnellster Audi-Jahreswagen." Nachdem sich Jarvis beim Saisonauftakt meist in anderen Regionen der Zeitenlisten befunden hatte, hoffte Engel, den Rückstand in Oschersleben aufholen zu können:

"Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn die ITR-Tests liefen sehr gut - da war ich schnellster Jahreswagen-Mercedes. Ich hatte gehofft, es ins zweite Qualifying schaffen zu können", verweist Engel auf seine viel versprechenden Leistungen bei der Saisonvorbereitung, während derer ihm sein Teamkollege Ralf Schumacher meist kaum etwas entgegenzusetzen hatte. "Letztlich hat es nur zu 97 statt zu 100 Prozent gereicht - mir haben nur wenige Hunderstel auf Ralf und Gary Paffett. Aber die Tendenz geht nach oben."

Im Gedränge des Mittelfelds hofft Maro Engel, zumindest heil durch die enge erste Kurve zu kommen. Oliver Jarvis kann sich derweil von Startplatz vier aus bereits höhere Ziele setzen: "Ich will mein eigenes Rennen fahren - und hoffe, dass ich Platz vier verteidigen kann. Das Auto fühlte sich extrem gut an. Nachdem wir über Nacht noch viel verändert hatten, hoffe ich auch auf gute Long Runs." Das gemeinsame Auftaktrennen in der britischen F3 2006 sieht er als gutes Omen: Damals landete Jarvis und sein Teamkollege Engel auf den Rängen drei und vier...

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