Mit einer überraschenden Doppel-Pole in Hockenheim hat Audi die Saison 2008 eröffnet. Bruno Spengler eroberte für Mercedes Rang drei.

Mit einer trotz zahlreicher Ingolstädter Testbestzeiten überraschend starken Leistung hat Audi das Qualifying zum Saisonauftakt dominiert: In allen drei Sessions des Qualifyings ging die Bestzeit an Timo Scheider, Rang zwei belegte Champion Mattias Ekström. Die zweite Startreihe eroberten für Mercedes Bruno Spengler und Paul di Resta. Oliver Jarvis verdängte Bernd Schneider als bester Jahreswagenpilot aus den Top 8.

Session 1 - Schumacher zittert

Wie schon beim freien Training setzte sich Timo Scheider auch zu Beginn der ersten Qualifying-Session an die Spitze; auch Martin Tomczyk und Tom Kristensen knüpften kurz darauf an die Leistungen des Vormittags an. Mit der vorläufigen Bestzeit von Mattias Ekström drei Minuten vor Schluss belegte das Audi-Abt-Quartett erneut die ersten vier Plätze. Doch der Eifer der von Paul di Resta angeführten HWA-Piloten, die Verfolgerplätze ab Platz fünf zu verlassen, schien noch gedämpft.

Eng wurde es kurz vor Schluss im Kampf um den rettenden 14. Platz: Trotz eines ersten erfolgreichen Abwehrversuchs rutschte Ralf Schumacher am Ende knapp auf Rang 15 ? verdrängt vom überzeugenden Christijan Albers im 2006er-Audi. Auch Susie Stoddart durfte sich nur vorübergehend Hoffnung auf den Einzug in die zweite Session machte, bevor sich die gestern defektbedingt gehandicapte Schottin in Kurve 1 ins Kiesbett drehte. Neben den Mücke-Piloten Schumacher und Maro Engel war das Qualifying am Ende auch für Stoddart, Mathias Lauda und Katherine Legge vorzeitig beendet.

Session 2 - Jarvis überrascht

Eine erste Bestzeit von Jamie Green hatte im Kampf gegen die überraschend starken Audi-Neuwagen nicht lange Bestand: Nach Paul di Resta übertraf erneut Timo Scheider die Zeit des Engländers im HWA-Mercedes; auf den weitere Plätzen folgten Kristensen, Spengler und Ekström. Auch nach den Reifenwechseln der Protagonisten hielt Scheider seine Spitzenposition, nur zwischenzeitlich verdrängt von Ekström. Auf den Plätzen acht und neun zitterten Martin Tomczyk und Bernd Schneider um den Einzug in die letzte Session:

Nachdem der Audi- zunächst von dem Mercedes-Piloten verdrängt wurde, schlug Tomczyk zurück und verdrängte den Altmeister endgültig aus den rettenden Top 8. Für eine Überraschung sorgte Oliver Jarvis in seinem ersten Qualifying im Vorjahres-Audi: Der Brite belegte auf Anhieb Rang sieben ? drei Positionen vor Gary Paffett sowie seinen Markenkollegen Alexandre Prémat, Mike Rockenfeller, Markus Winkelhock und Christijan Albers, die neben Schneider allesamt ausschieden.

Session 3 - Scheider dominiert

Mit einer Zeit von 1:32.655 Minuten legte Timo Scheider von Beginn an die Messlatte - gefolgt von Paul di Resta mit einem Abstand von vier Zehnteln, der damit das Audi-Niveau der zweiten Session erreichte. Neben dem Schotten bissen sich auch die Teamkollegen Ekström und Tomczyk die Zähne aus, dessen Setup-Änderungen nicht fruchteten. Ein Reifenwechsel blieb dem Bayern auf Rang sieben bedingt durch ein missglücktes Timing versagt.

Die Doppel-Pole für Timo Scheider und Mattias Ekström blieb ungefährdet - lediglich auf den folgenden Plätzen kam es in den letzten Sekunden zu einem weiteren Schlagabtausch mit dem besseren Ende für Bruno Spengler und Paul di Resta in Reihe zwei. Tom Kristensen und Jamie Green mussten sich mit den Plätzen sechs und sieben begnügen - vor dem enttäuschten Tomczyk sowie Oliver Jarvis als bestem Neuwagenpiloten.

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