Auch heute betrieb Bruno Spengler für HWA-Mercedes die beste Schadensbegrenzung - und sah noch Luft nach oben.

Der Speed, den Paul di Resta an seinen ersten beiden Rennwochenende für HWA immer wieder aufblitzen lässt, dürfte auch Bruno Spengler nicht kalt gelassen haben. Und doch ist es bislang der Kanadier, der im entscheidenden Moment die nötige Konstanz aufbringt: Mit Startplatz fünf vor di Resta und Jamie Green etablierte sich Spengler heute erneut als aussichtsreichster Audi-Verfolger. "Die Audis waren immer sehr gut in Oschersleben. Für mich ist das Qualifying nicht so schlecht gelaufen", bilanzierte Spengler im Gespräch mit der adrivo Sportpresse nicht überraschend - bestätigte er doch erneut seine Stellung als Zugpferd des HWA-Teams.

So hielt Spengler als einziger Mercedes-Pilot während aller drei Sessions den Anschluss an die Audi-Armada. Lediglich einer verpassten Chance im dritten Durchgang trauert er ein wenig nach. "Leider habe ich meine Zeit aus der zweiten Session in der letzten Session nicht mehr erreicht. Die Strecke hatte plötzlich weniger Grip, das Auto fühlte sich anders an. Die geringe Außentemperatur hat den Gripaufbau der Reifen erschwert", schildert Spengler seinen Weg zum fünften Platz, "vor allem in der letzten Kurve habe ich in der dritten Session nicht so viel Grip gefunden, wie ich es gewohnt war."

Während der letzten fliegenden Runde habe er härtestmöglich gepusht - möglicherweise ein wenig zu hart, wie der zweifache Vizechampion zugibt. Trotz eher düsterer Aussichten auf den Sieg will Bruno Spengler den zweiten Saisonlauf noch nicht verloren geben. Nach konsequentem Reifensparen im Zeitfahren ist Spengler mit vier noch frischen Reifensätzen morgen für alle Eventualitäten gerüstet: "Von Platz fünf ist alles möglich, denn unser Long Run am Freitag war sehr vielversprechend. Für mich heißt es Maximum Attack."

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