Für Maro Engel verlief das DTM-Debüt nicht wie gewünscht: Er kämpfte mehr mit seiner C-Klasse als mit den Konkurrenten.

Maro Engel war mit seinem DTM-Debüt nicht wirklich zufrieden - um es vorsichtig auszudrücken. Massives Untersteuern behinderte den Mücke-Piloten das ganze Rennen über extrem: "Das Auto war unglaublich schwer zu fahren, ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich in der ersten Kurve geradeaus gefahren bin." Die Probleme führten dazu, dass Engel nicht nur schon in der Anfangsphase seinen Teamkollegen Ralf Schumacher, sondern dann auch noch Susie Stoddart passieren lassen musste.

"Bei dem Überholmanöver von Ralf ist es ein bisschen eng geworden, wir haben uns auch ganz leicht berührt, aber da das eine Aktion unter Teamkollegen war, habe ich auch nicht voll dagegen gehalten", berichtete Engel gegeüber der adrivo Sportpresse. Dass das Untersteuern eine Folge dieses Kontaktes sein könnte, glaubte der Münchner nicht: "Das war ja vorher auch schon da, deswegen war ich ja von Anfang an nicht schnell. Wir müssen untersuchen, woran das lag, wo das herkam - bis jetzt haben wir nicht wirklich eine Idee."

Unter diesen Umständen konnte er auch nicht wirklich sein Problem mit den letzten beiden Kurven der Strecke aussortieren, in denen er schon in Training und Qualifying nicht besonders zurecht gekommen war: "Irgendwie habe ich die nicht in den Griff bekommen. Bis dorthin habe ich im Qualifying auf Gary Paffett etwa eine Zehntel verloren - und dann auf diesem letzten Stück gleich drei. Das war dann das, was auf einen Platz im Q2 gefehlt hat." Alles in allem hätte "das erste Wochenende hätte natürlich besser laufen können - aber ich muss es einfach abhaken, nach vorn schauen, auf Oschersleben, wo ich ja beim Testen nicht so schlecht unterwegs war."

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