In Oschersleben tauchten Katherine Legge und Susie Stoddart ihre Hockenheimer Rollen: Während die Engländerin für Action sorgte, blieb es um die Schottin ruhig.

Nach dem Saisonauftakt vor einer Woche konnte es für die beiden Damen der DTM nur besser werden. Während Katherine Legge ein eher auffälliges Debütwochenende erlebte, jedoch am Ende abgeschlagen nur knapp von einer Überrundung verschont blieb, schien Susie Stoddart wie vom Pech verfolgt: Ein Fahrzeugbrand am Freitag, ein Fahrfehler am Samstag und eine defekte Servolenkung am Sonntag machten den ersten Saisonlauf für die Schottin zu einem rabenschwarzen Wochenende.

Am heutigen Testfreitag tauschten die Damen ihre Rollen: Während Katherine Legge mit insgesamt drei Ausrutschern für die nötige Action sorgte, spulte Susie Stoddart ihr Testprogramm eher unauffällig ab. "Ich habe die Kurve ein bisschen zu weit genommen und fand mich dann abseits der Strecke wieder. Aber zum Glück war ich nicht die Einzige, der das heute passiert ist", sagte Legge gegenüber der adrivo Sportpresse mit Blick auf ihren ersten Ausrutscher am Morgen. Und in der Tat befand sich die Engländerin in bester Gesellschaft - hatten doch die HWA-Piloten Jamie Green und Bernd Schneider ähnliche Missgeschicke zu verzeichnen.

Nicht nur wegen der erhöhten Rutschgefahr zeigte sich Legge wenig begeistert über die insbesondere am Nachmittag feuchten Bedingungen: "Es waren sehr wechselhafte und schwierige Bedingungen. Es waren nasse und abtrocknende Bedingungen im Wechsel - es war eine Herausforderung, unter diesen Umständen ein brauchbares Setup zu finden." Am Ende reichte es zu den Rängen 17 und 15 - letzterer "vor Ralf Schumacher", wie die Audi-PR-Abteilung stolz bemerkte. Auch mit einem 1:1 gegen Susie Stoddart, die die Plätze 16 und 17 belegte, konnte sich Legge anfreunden.

Der Schottin missfielen derweil die wechselhaften Streckenbedingungen ebenso wie ihrer Kollegin: "Es war nicht einfach, im Nassen zu fahren - keine guten Bedingungen für die Freitagstests. Zum Glück ist es dann nach und nach trockener geworden." Hinsichtlich ihrer Wetterwünsche für das Restwochenende sind sich die beiden regenerprobten Britinnen erneut einig. "Das neue Auto ist unter allen Bedingungen überlegen - insofern hoffe ich nicht unbedingt auf Regen", glaubt Legge nicht, unter Regengüssen Vorteile zu haben. Stoddart stimmt ein: "Das Setup war im Nassen nicht so gut wie im Trockenen. Ich wünsche mir trockenes Wetter."

Copyright: adrivo Sportpresse GmbH