Nach einer schwierigen Saison 2007 und verregneten Testfahrten hoffte Tom Kristensen am Testfreitag in Hockenheim vergeblich auf eine Standortbestimmung.

Für Tom Kristensen soll sich in Hockenheim das Kapitel eines langen Leidensweges schließen. Nach seinem schweren Startunfall zum Saisonauftakt 2007 musste der siebenfache Le-Mans-Champion zwei Monate pausieren, um sich dann für den Rest der Saison weiterhin mit Fitnessproblemen zu plagen. So hätte sich Kristensen auch teamintern für den heutigen Testfreitag eine erste Standortbestimmung erhofft - zu der es auch wetterbedingt nicht kam. "Ein wunderbarer Freitag, aber dafür kann man sich natürlich nichts kaufen. Manche fahren mit mehr Gewicht, andere mit weniger", muss Tom Kristensen gegenüber der adrivo Sportpresse die aus Ingolstädter Sicht traumhaften Zeitenlisten relativieren.

Nach einer siebenfachen A4-Spitze am Mittag belegten die Audi-Piloten am Nachmittag geschlossen die Ränge zwei bis sieben. Kristensen, der auf den Positionen sieben und neun landete, glaubt an halbwegs fruchtbare Setup-Arbeit: "Wir haben verschiedene Setups erarbeitet - für die Ingenieure und uns ist es die Herausforderung, diese für ein gutes Rennsetup miteinander in Einklang zu bringen." Die Freude über die Audi-Übermacht in den Top Ten wird auch durch die Wetterbedingungen geschmälert, die die Aussagekraft des ohnehin nebligen Testfreitags nochmals reduzieren.

"Persönlich hätte ich lieber einen komplett trockenen Testtag gehabt, denn morgen und am Sonntag soll es wohl trocken sein." Nachdem schon die ITR-Testfahrten ein eher feuchtes Vergnügen gewesen waren, hatte auch der Däne darauf gehofft, an einem trockenen Testfreitag Versäumtes aufholen zu können - vergeblich: "Auch in Oschersleben bin ich fast nur unter nassen Bedingungen gefahren. Da wäre es besser gewesen, das Auto im Trockenen einmal richtig ausfahren zu können. Denn nur so sehen wir die maximale Performance und bekommen die Daten, die wir brauchen."

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