Für Gary Paffett wird die Triumphjagd in diesem Jahr ungleich schwieriger als 2007. Nur im Regen rechnet sich der Brite Chancen aus, an die Spitze vorzudringen.

Zwar gilt die Motorsport Arena Oschersleben nach dem beiden Kristensen-Siegen 2004 und 2006 gemeinhin als "Audi-Strecke". Dass Gary Paffett seit dem werksseitigen Einstieg der Ingolstädter ebenso viele Siege errang wie der Däne, wird dabei gerne vergessen: Zuletzt sorgte der Engländer 2007 für einen Paukenschlag, als er von Startplatz elf aus überraschend im Mercedes-Jahreswagen die Konkurrenz düpierte.

"Es war schwierig. Insgesamt war vor allem die zweite Session sehr nass, aber gemessen daran waren unsere Rundenzeiten sehr gut", resümierte nach dem heutigen Testfreitag Paffett gegenüber der adrivo Sportpresse, der nicht nur mit dem Regen kämpfte: "Zudem war es sehr kalt, auch das hat dem Grip der Reifen nicht geholfen." Auf die Zeitenjagd im Trockenen legte es Paffett derweil nicht an: Auf den Plätzen elf und 19 blieb der Brite am Ende eher unauffällig. Dafür gelang ihm ein weiterer Beweis seiner fahrerischen Abgeklärtheit:

Während so mancher Kollege mit Vorliebe von der feuchten Fahrbahn kreiselte, fing Paffett seinen Vorjahres-Mercedes in der schnellen Schikane gekonnt ab: "Allmählich trocknete die Strecke ab, aber ich fuhr noch auf Regenreifen, die unter diesen Bedingungen deutlich nachließen." Nachdem ihm bedingt durch neue das Boxenstoppfenster anders als 2007 rennstrategisch die Hände weit gehend gebunden sein werden, hofft Paffett auch für Samstag und Sonntag auf Regenwetter, um ganz an die Spitze vorstoßen zu können: "Im Nassen sollten wir konkurrenzfähig sein - anders als im Trockenen, wo uns nun noch die Erfahrungswerte fehlen. Wir sollten bessere Chancen haben, wenn es regnet - aber das gilt für uns im Jahreswagen eigentlich immer."

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