Auch das Rennen hat Audi mit unerwarteter Überlegenheit für sich entschieden. Es siegte Mattias Ekström vor Timo Scheider und Tom Kristensen.

Auch der sonntägliche Schlagabtausch ist in aller Deutlichkeit an Audi gegangen: Mit Leichtigkeit setzten sich Mattias Ekström und Timo Scheider gegen ihren ärgsten Mercedes-Verfolger Bruno Spengler durch; auch Tom Kristensen arbeitete sich mit einer gelungenen Boxenstoppstrategie auf sein erstes Podest seit 2006. Bruno Spengler verteidigte Rang vier als bester HWA-Pilot vor Martin Tomczyk im vierten Abt-Audi.

Ekströms Blitzstart

Der Start: Nach den Erfahrungen des letzten Jahres präsentierten sich die Piloten diszipliniert: Ohne größere Berührungen absolvierten die Piloten den Start ? so auch im Audi-internen Kampf, den Mattias Ekström gegen Pole-Sitter Timo Scheider schon vor der ersten Kurve für sich entschied. Bruno Spengler, Paul di Resta und Tom Kristensen behielten ihre Positionen. Während sich Oliver Jarvis und Gary Paffett auf dem ersten halben Kilometer deutlich nach vorne arbeiteten, verlor Martin Tomczyk von Rang sieben aus an Boden. Lediglich Ralf Schumacher führt eine Berührung mit Christijan Albers herbei ? der Niederländer stellte seinen Audi mit einem Aufhängungsschaden wenig später in der Box ab.

Der Rennverlauf: Der sechste Platz von Jarvis war nicht von langer Dauer: Zunächst Paffett, dann Jamie Green und Tomczyk gingen an dem Briten vorbei, bevor sich Tomczyk die Gelegenheit nutzte, auch gleich Green zu passieren. Der Bayer verkürzte im Folgenden den Abstand zu Paffett deutlich. An der Spitze wussten sich Ekström und Scheider etwas von Spengler abzusetzen. Kristensens Angriffe auf di Resta blieben zunächst erfolglos. Das Boxenstoppfenster öffnete sich in Runde zwölf.

Kristensen stoppt sich auf 3

In Reihen der Spitzengruppe nutzten Ekström, Spengler und Paffett die erste Gelegenheit, den Pflichtstopp zu absolvieren, die kurzzeitig führenden Scheider und di Resta folgten eine Runde später. Bedingt durch den Boxenstopp kam es zum Positionstausch zwischen Spengler und di Resta ? während Ekström und Scheider kurzzeitig auf den mäßig gestarteten Bernd Schneider aufliefen. Bereits nach drei Runden hatten alle Piloten ihren ersten Pflichtstopp profitiert, von dem auch Tomczyk mit einem Positionsgewinn gegen den vorherigen Sechsten Green profitierte.

Bedeutende Rangwechsel blieben zwischen den beiden Boxenstoppphasen aus. Nahezu zeitgleich suchten Ekström, Scheider und Spengler schon in Runde 18 erneut die Box aus, di Resta und Kristensen taten es ihnen eine Runde später gleich. Während die Abt-Audi-Truppe beim Dänen einen problemlosen Stopp abspulte und ihn noch vor Spengler zurück auf die Strecke schickte, misslang der Stopp bei di Resta völlig. So rollte der Schotte einige Meter vor, bevor das linke Hinterrad hinreichend befestigt worden war. Mehr als 20 Sekunden gingen dem anschließenden nur noch 13. di Resta verloren. Der kurzzeitig führende Tomczyk absolvierte in Runde 20 als letzter Neuwagenpilot seinen zweiten Pflichtstopp und reihte sich auf Rang fünf ein.

Audi spaziert

Für die restlichen Runden waren die Piloten ohne strategische Hilfe auf sich allein gestellt. Während das Audi-Führungstrio aus Ekström, Scheider und Kristensen ihren Vorsprung verwalteten, bliesen Tomczyk und Markus Winkelhock zum letzten Angriff. Kurve für Kurve arbeitete sich Tomczyk an den viertplatzierten Spengler heran, verlor jedoch durch die bessere Leistung der C-Klasse auf den Geraden immer wieder leicht an Boden. Auch Winkelhock auf Rang 12 mühte sich vergeblich, unter dem Druck des von hinten drängenden di Resta an Markenkollege Alexandre Prémat vorbeizugehen.

Nach einer leichten Berührungen verhängte die Rennleitung eine Verwarnung an Winkelhock. Einen aussichtsreichen Angriff von di Resta parierte der Schwabe erfolgreich. Ralf Schumacher hatte mittlerweile auf das Kampftrio aufgeschlossen. Zwei Runden vor Schluss fuhr Tomczyk einen letzten Angriff auf Spengler, verschätzte sich jedoch und verlor den Anschluss.

Der Zieleinlauf: Wie bereits vor einem Jahr beginnt Mattias Ekström die Saison mit einem Sieg; Timo Scheider knüpft auf Rang zwei an seine Podestplatzierung vom Saisonfinale 2007 an. Tom Kristensen komplettiert den Audi-Dreifachsieg mit seinem ersten Podestplatz seit 2006. Bruno Spengler rettete als bester Mercedes-Pilot Platz vier vor Martin Tomczyk. Jamie Green, Gary Paffett als bester Jahreswagenpilot und Bernd Schneider belegen für die Stuttgarter die letzten drei Punkteränge.

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