Dr. Wolfgang Ullrich zeigt sich hochzufrieden mit der Performance seiner Mannschaft. Lediglich Martin Tomczyks Setup-Pech trübte das positive Bild.

Der neue Audi A4 DTM schien seinem Vorgänger nachzueifern. Die Zeitenlisten sämtlicher Tests hatte der 2007er-Audi dominiert - bis im Hockenheimer Qualifying mit Bruno Spengler ein Mercedes ganz vorne stand. Doch anders als sein evolutionär weiterentwickelter Vorgänger gab sich der komplett neue R14 mit einer Doppel-Pole durch Timo Scheider und Mattias Ekström auch bei der Generalprobe keine Blöße. "Nach den Ergebnissen vom Freitag hatten wir zumindest schon gesehen, dass wir eine gute Basis haben. Wo man wirklich steht, sieht man dann im Qualifying - und endgültig erst im Rennen", zeigte sich Dr. Wolfgang Ullrich im Gespräch mit der adrivo Sportpresse zufrieden, aber noch nicht euphorisch.

Insbesondere nach den Komplikationen durch die beiden schweren Crashs durch Scheider und Ekström bei den ITR-Testfahrten sah der Audi-Sportchef beim Zeitfahren eine erstaunlich starke Performance: "Das Qualifying haben wir mit einer sehr starken Teamleistung hinter uns gebracht. Alle vier neuen Autos waren in der letzten Session - schön auch, dass es unser jüngster Fahrer, Oliver Jarvis, in seinem ersten ersten Qualifying unter die Top 8 geschafft hat. Insgesamt eine gute Teamleistung." Lediglich Martin Tomczyk konnte mit Platz sieben nicht zur allgemeinen Jubelstimmung im Abt-Audi-Lager beitragen.

Nachdem sich der letztjährige Meisterschaftsdritte während der ersten beiden Sessions noch voll auf der Höhe gezeigt hatte, musste er sich am Ende auch teamintern deutlich geschlagen geben. "Martin hatte sich entschieden, in der letzten Session noch eine Änderung am Fahrzeug vorzunehmen. Dabei gab es ein Problem - und mit diesem engen Zeitfenster ist sich für ihn ein zweiter Run nicht mehr ausgegangen. Schade, denn ich bin sicher, dass auch er ganz vorne hätte landen können", begründet Dr. Wolfgang Ullrich.

Nachdem sich Tom Kristensens Pole Position beim Saisonfinale 2007 in Hockenheim nicht hatte umsetzen lassen, warnt Ullrich davor, die heute überraschend schwache Stuttgarter Konkurrenz zu unterschätzen: "Wir wissen, dass unsere Konkurrenten alles daran setzen werden, einen Audi-Sieg zu verhindern. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben."

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