Die siebte Audi-Pole in Folge, die zweite für Timo Scheider in acht Tagen: Die Ingolstädter Festspiele setzten sich auch beim Qualifying in Oschersleben fort.

Mit der siebten Audi-Pole in Folge ist das Zeitfahren in Oschersleben zu Ende gegangen - und sah mit Pole-Sitter Timo Scheider den beinahe schon erwarteten Sieger. Der an diesem Wochenende dominierende Abt-Audi-Pilot führte ein Audi-Quartett aus Tom Kristensen, Martin Tomczyk und Oliver Jarvis an. Bruno Spengler und Paul di Resta mussten sich auf den Startplätzen fünf und sechs erneut mit der Verfolgerrolle begnügen - doch auch bei Audi gab es mit dem achten Platz für Mattias Ekström sowie einem Crash von Alexandre Prémat neben Licht auch Schatten...

Session 1 - Schumacher atmet auf

Nach drei Bestzeiten in sämtlichen Trainings hatte Timo Scheider ausgerechnet zu Beginn des Qualifyings erstmals mit Problemen zu kämpfen: Nach der Berührung mit einem Curb zwang den Abt-Audi-Piloten eine lockere Motorhaube zum Abbruch seiner fliegenden Runde - womit die Bestzeit zunächst an Jamie Green ging. Hinter dem Briten im HWA-Mercedes reihten sich Martin Tomczyk, Paul di Resta und Bruno Spengler ein. Einen unfreiwilligen Boxenstopp und eine Aufwärmrunde später riss Scheider mit einer 1:21.343 Minuten die Bestzeit jedoch mit Leichtigkeit an sich.

Wie schon in Hockenheim erlebte Ralf Schumacher zum Ende der Session eine Zitterpartie: Erneut befand sich der Ex-Formel-1-Star auf Rang 14, rettete sich diesmal aber mit 48 Tausendstelsekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Maro Engel in den zweiten Durchgang. Neben Engel schieden auch Mathias Lauda, Christijan Albers, Susie Stoddart und Katherine Legge auf den Plätzen 16 bis 19 vorzeitig aus dem Qualifying aus.

Session 2 - Prémat schlägt ein

Nach ersten Bestzeiten von Oliver Jarvis und Mike Rockenfeller im Audi-Jahreswagen setzte sich Mattias Ekström an die Spitze. Während sich Bruno Spengler der Zeit des Schweden noch geschlagen geben musste, setzte sich Timo Scheider - wie beinahe schon zu erwarten - erneut an die Spitze. Zwei Minuten vor Schluss setzte 1:21.205 Minuten Tom Kristensen die Bestmarke der zweiten Session. Für einen vorzeitigen Abbruch der Session sorgte wenig später Alexandre Prémat mit einem Dreher eingangs der letzten Kurve. Nach einem Einschlag in die Streckenbegrenzung kam der Audi des Franzosen auf der Strecke zum Stehen. Prémat blieb unverletzt.

Session 3 - Scheider dominiert

Nach dem frühen Ende der Session erhielten im letzten, auf zehneinhalb Minuten verlängerten Durchgang alle 14 Piloten aus der zweiten Session eine weitere Chance. Mit einer ähnlich schnellen Kristensen-Zeit lag die Messlatte von Beginn an hoch - und wurde zunächst nur von Timo Scheider mit einer neuen absoluten Bestzeit von 1:21.146 Minuten unterboten. Die HWA-Piloten kamen zunächst nicht über den vierten Rang hinter dem drittplatzierten Oliver Jarvis hinaus. Auftaktsieger Mattias Ekström drang nach einem Missgeschick in der letzten Kurve zunächst nicht in die Spitzengruppe vor.

Während der letzten Minuten blieben die Angriffe von Mercedes erfolglos: So schob sich Martin Tomczyk vor Oliver Jarvis auf Rang drei und sorgte für ein Ingolstädter Quartett an der Spitze. Mit den Rängen fünf bis sieben mussten sich Bruno Spengler, Paul di Resta und Jamie Green begnügen, Bernd Schneider kam auf Rang zehn erneut nicht über das Mittelfeld hinaus. Für eine negative Überraschung sorgte Mattias Ekström: Nach einer weiteren eher mäßigen fliegenden Runde kam der amtierende Champion nicht über Platz acht hinaus. Auch Ralf Schumacher erwischte während der letzten Session keine perfekte Runde. Der Mücke-Pilot musste sich mit Rang 14 unmittelbar hinter Gary Paffett im schnellsten Audi-Jahreswagen begnügen.

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