Gary Paffett hat einen vollen Terminkalender. Trotz Engagement in F1 und DTM will der Brite immer 100 Prozent geben.

Eigentlich hätte Gary Paffett bei seinem Wiedereinstieg in die DTM vor gut einem Jahr niemandem mehr etwas beweisen müssen. Mit seinem Sieg in Oschersleben tat er es trotzdem. Und auch vor der anstehenden Saison verspricht der Brite: "Wir werden wieder stark sein." Eine Wiederholung des Triumphs könnte man aber nicht erwarten, so Paffett weiter. "Unser Ziel muss es sein konstanter zu werden, denn im letzten Jahr hatten wir neben einigen guten Rennen auch welche, in denen wir schneller hätten sein können."

Zusammen mit seinem Einsatzteam Persson Motorsport will sich Paffett 2008 auf jeder Strecke darauf konzentrieren das Maximum herauszuholen und so am Ende der Saison vielleicht besser abzuschneiden als der neunte Platz im vergangenen Jahr. "Wir müssen einfach konstanter werden und in jedem Rennen so viele Punkte wie möglich holen", erklärte der 27-Jährige gegenüber der adrivo Sportpresse.

Nach den nicht berauschenden Leistungen von Jamie Green zur Saisonmitte und dem Abgang von Mika Häkkinen am Ende des Jahres konnte sich Gary Paffett lange Zeit Hoffnungen auf eine aktuelle C-Klasse machen, doch letztlich bekam der Rookie Paul di Resta den Zuschlag. Böse ist ihm Paffett deswegen allerdings nicht: "Paul hat einen tollen Job gemacht und wird dies im neuen Auto sicher fortsetzen", so der Mercedes-Pilot. "Ich bin momentan viel mit McLaren beschäftigt, ich fahre Tests und kümmere mich um den Simulator. Es ist schwierig so viel Zeit zu investieren wie ich sollte. Die Rennen in der DTM machen mit unheimlichen Spaß, aber die Arbeit mit McLaren auch."

Doch wie setzt man seine Prioritäten, wenn man zwei so lukrative Jobs hat? "Das hängt vom Tag ab und wo ich gerade im Einsatz bin", gibt Paffett zu. "Ich fahre in der DTM, da zählen die Resultate und darauf muss ich mich 100-prozentig konzentrieren." Andererseits müsse er McLaren so gut wie möglich helfen ein Auto zu entwickeln. Sein Ziel sei es weiterhin, irgendwann Rennen in der Formel 1 zu fahren. Solange er noch in der DTM unterwegs ist, gilt jedoch folgendes Motto: "Ich muss in beiden Serien 100 Prozent Leistung bringen..."

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