Zwar kann sich Bruno Spengler mit Startplatz drei arrangieren. Das neue Boxenstoppfenster sieht er in der Verfolgerposition jedoch nicht als Vorteil.

Mit der traditionellen Mercedes-Pole in Hockenheim hatte für Bruno Spengler im vergangenen Jahr die Saison begonnen - und auch heute präsentierte sich der Kanadier als Aushängeschild der Stuttgarter. Dass es dennoch überraschend nur zu Platz drei reichte, dämpfte Spenglers Freude über den teaminternen Etappensieg. "Ich bin zufrieden mit meiner Leistung, auch wenn mein Ziel natürlich die Pole war", sagte der HWA-Pilot gegenüber der adrivo Sportpresse.

Pflichtgemäß verweist Spengler auf die mutmaßlich konkurrenzfähigere Long-Run-Performance der neuen C-Klasse. "Von Platz drei aus ist noch alles möglich, denn wir sollten über die Distanz ein gutes Auto haben. Hier in Hockenheim kann man sehr gut überholen", gibt sich der Vizechampion optimistisch, der sich trotz starker Konkurrenz von Paul di Resta und Tom Kristensen auf den Plätzen vier und fünf "nach vorne" orientieren will.

Kopfzerbrechen bereitet Spengler noch die Rennstrategie nach Einführung des Boxenstoppfensters. Der in Verfolgerreihen sonst so beliebte Stopp in Runde sechs ist damit versperrt: "Wir müssen uns umstellen, denn die ersten 13 Runden müssen wir fahren, ohne einen Boxenstopp einzulegen. Der Start ist deshalb umso wichtiger - da darf kein Fehler passieren. Über die Taktik lässt sich nicht mehr so viel ausgleichen wie im letzten Jahr bei nur zwölf Runden für zwei Boxenstopps."

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