Timo Scheider setzt seine Serie fort: Erneut setzte der Audi-Pilot die schnellste Trainingszeit.

Alle Hoffnungen auf besseres Wetter, zum zweiten Test der DTM in Oschersleben, mussten schnell zerschlagen werden. Ein ordentlicher Regenguss in den Mittagsstunden zerstörte die Pläne der Teams, 90 Minuten lang unter guten Bedingungen zu testen. Zu Beginn der zweiten Session stand sogar noch so viel Wasser auf der Fahrbahn, dass Regenreifen aufgezogen werden mussten. Erst eine gute halbe Stunde vor dem Fallen der Zielflagge konnte auf profillose Slicks umgeschnallt werden.

So war es kein Wunder, dass die letzten Minuten über die Reihenfolge entscheiden sollten. Auch, dass sich Timo Scheider trotzdem die Bestzeit sichern konnte überraschte nicht weiter. Mit 1:22.171 Minuten war der 29-Jährige eine halbe Sekunde schneller als Paul di Resta. Bester Jahreswagen-Pilot wurde Oliver Jarvis hinter Mattias Ekström und Bruno Spengler auf Rang fünf.

Für die Fahrer stellte der rutschige Untergrund eine besondere Herausforderung dar - denn nicht nur auf der Bremse, sondern auch beim Gas geben lässt sich ein DTM-Bolide bei widrigen Witterungsbedingungen schwer kontrollieren. So drehte sich Markus Winkelhock in der letzten Kurve und musste im Rückwärtsgang durch das Kiesbett rodeln, um zurück auf die Strecke zu kommen. Wenig später wiederholte der Audi-Pilot seinen Ausrutscher, bevorzugte dann aber die richtige Fahrtrichtung.

Die enge erste Kurve wurde unter anderem Bernd Schneider und Katherine Legge zum Verhängnis. Beide verpassten sowohl den Bremspunkt als auch die Kurve selbst und mussten dann die asphaltierte Auslaufzone als Wendehammer missbrauchen. Während bei Schneider ein beherzter Tritt auf das Gaspedal gereicht hat, sah das wenden bei Legge noch nicht ganz so professionell aus...

Ebenfalls einen netten Vergleich ließen Gary Paffett und Oliver Jarvis zu. Der ehemalige Champion konnte einen Quersteher in der schnellen rechts-links-rechts Schikane auf dem Weg zur Gegengeraden gerade noch abfangen. Jarvis drehte sich dagegen von der Strecke und musste von den Streckenposten aus seiner misslichen Lage befreit werden.

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