Hektische Saisonvorbereitungen sind bei Audi passé. So sah auch Mattias Ekström in Mugello keine testprogrammatische Zeitnot - trotz widrigen Wetters.

Erfolg füllt den Terminkalender - ein Phänomen, das in den vergangen Wochen auch Mattias Ekström zu spüren bekam. Auf Testfahrten und Fitnesswoche waren für den amtierenden DTM-Champion drei Tage als Gastgeber seiner Teamkollegen zu einem Skandinavien-Trip ins schwedische Kall gefolgt - ein Dankeschön anlässlich seines Titels. Wenig später fand sich Ekström schon auf dem Genfer Automobilsalon wieder, wo er als einziger Audi-Sport-Verteter neben Dr. Wolfgang Ullrich seinen neuen Dienstwagen vorstellte. Nun die Testfahrten in Mugello - bei denen es Mattias Ekström zur Abwechslung einmal etwas ruhiger angehen lassen konnte...

"Auf den neuen Audi A4 DTM konnte ich mich schon vor Mugello bei den Testfahrten gut einstellen", verweist Ekström gegenüber der adrivo Sportpresse auf die frühen, schon seit Dezember bestrittenen Tests mit dem R14. So stand für den Wahlschweizer von Montag bis Mittwoch weniger die fahrerische Steigerung als die analytische Entwicklungsarbeit mit Teamkollegen und Ingenieuren im Vordergrund. Zur Zeitenjagd ließ er sich ebenso wenig hinreißen wie seine Neuwagenkollegen - eine Ausnahme machte Ekström nur am Mittwochvormittag: Hier sorgte Ekström für eine deutliche Bestzeit mit zwei Sekunden Vorsprung, die jedoch am Nachmittag von Markus Winkelhock im Audi-Jahreswagen auch um eben jene zwei Sekunden unterboten wurde...

Vor einigen Wochen hatte sich der Schwede noch erhofft, beim ersten Aufeinandertreffen mit Mercedes in Mugello zumindest ein "Bauchgefühl" für die Kräfteverhältnisse zu bekommen. Eine Hoffnung, die mit den ständig wechselnden Wetterverhältnissen und den umso kryptischeren Zeitenlisten eher enttäuscht wurde. "Natürlich kann man Rückschlüsse auf die Konkurrenzfähigkeit ziehen, da die Konkurrenz hier anwesend ist. Jedoch machen es die Wetterbedingungen schwer, hier einen fairen Vergleich zu ziehen."

Traditionell zeigte sich so auch der 29-Jährige, dem widrige Wetterbedingungen im Meisterschaftskampf bisher noch nie in die Karten spielten, wenig begeistert vom hohen Verschleiß an Regen-Pneus. "Es ist schwierig bei Regen konstant zu arbeiten, da sich die Wetterbedingungen meist sehr schnell ändern", beschreibt Ekström das Wetter-Roulette - das für Mercedes eher ein Nachteil war als für Audi? So blicken die Stuttgarter mit ihrer modifizierten C-Klasse auf weniger Testerfahrung zurück als Audi mit dem neuen A4.

Ekström jedenfalls gibt sich selbstbewusst. "Ein Nachteil war das Wetter nicht, weil wir schon gut aussortiert zu diesem Test gekommen sind. Die Testfahrten sind nach Plan verlaufen, alle bisher geplanten Punkte sind entsprechend den Wetterbedingungen abgearbeitet worden", berichtet Ekstörm und stellt nach den von A4- zu A4-Jahrgang immer besser werdenden Regenqualitäten seiner Dienstwagen fest: "Der neue Audi A4 DTM kommt mindestens so gut wie sein Vorgänger mit den feuchten Bedingungen zurecht."

Hatten die Ingolstädter vor einem Jahr bei der Bewältigung ihres Testplans noch mit Zeitplan zu kämpfen, so blieb dem zweifachen DTM-Meister diesmal gar Zeit für streckenspezifische Detailarbeit: "Der Test in Mugello ist vor allem für das stattfindende Rennwochenende in Mugello von Bedeutung, weil man sich hier schon auf Details konzentrieren kann und dann gut vorbereitet hierher zum Rennwochenende kommen kann." Nachdem beim Mugello-Lauf 2007 aus einer Fünffach-Pole für Audi ein letzter Sieg für Mika Häkkinen und Platz zwei für Mattias Ekström geworden waren, will man in der Toskana nichts anbrennen lassen...

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