Die in Fahrerreihen oft geforderten Boxenstopp-Fenster sind in greifbarer Nähe. Der DTM-Champion plädiert jedoch für die Beibehaltung der bisherigen Regeln.

Mit ihrer Forderung nach einem strenger reglementierten Boxenstopp-Prozedere rennt die Mehrheit der Piloten mittlerweile offene Fenster ein. Die so genannten Boxenstopp-Fenster sind mittlerweile beschlossene Sache - wie auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug bestätigte: Eine entsprechende Änderung des Sportlichen Reglements wird in Kürze von ITR und DMSB ebenso wie weitere Regelmodifikationen bekannt gegeben werden.

Mit den Boxenstopp-Fenstern, die für die beiden Plichtstopps jeweils einen verbindlichen Zeitrahmen vorschreiben, soll die vor allem in der zweiten Saisonhälfte 2007 allgegenwärtige Blockade-Problematik entschärft werden: So waren zuletzt immer wieder bereits zum Stopp erschienene Neuwagen auf Jahreswagen der Konkurrenz aufgelaufen, die dann - rein zufällig - erst wesentlich später in die Boxengasse abbogen...

Lediglich Mattias Ekström spricht sich für die bisherige Liberalität im Reglement aus - und appelliert an die Fairness in beiden Lagern. Auf die Frage, ob er sich ebenfalls für die Boxenstopp-Fenster ausspreche, antwortete der DTM-Champion gegenüber der adrivo Sportpresse: "Eigentlich nicht, denn es ist ein zusätzliches Spannungsmoment im Rennen, wenn die Strategie offen ist." Zuletzt hatte sich die Bedeutung der Rennstrategie weiter erhöht, nachdem eine neue, härtere Dunlop-Reifenmischung auch die Variante extrem langer Stints zuließ.

"Was die Autos angeht, die weiter hinten stehen, sollten Audi und Mercedes im letzten Jahr gelernt haben, wie es nicht laufen sollte. Hier muss es keine Regeländerung geben, denn eigentlich ist jedem klar, was fair ist und was nicht", führt Ekström aus. Stattdessen spielt der Schwede mit dem Gedanken eines neuen Formats ganz ohne Stopps - bleibt jedoch bei seinem Urteil: Die Boxenstopps selbst finde ich zwar nicht unbedingt nötig. Aber aus meiner Sicht sollte man sie so belassen..."

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