Daniel La Rosa trägt sein unverhofftes DTM-Aus gegenüber der adrivo Sportpresse mit Fassung: Auch anderswo fühlt er sich willkommen - ein Sieg soll her.

Wie gestaltet sich zurzeit deine Winterpause?
Daniel La Rosa: Zurzeit hält sich die Arbeit in Grenzen. An den Entwicklungsarbeiten war ich bei Mercedes schließlich auch nie so wirklich beteiligt, da ich mit einem Vorjahreswagen unterwegs war. Die Entwicklung macht HWA, wir hatten im Winter unser eigenes Programm. Da wir ich momentan keinen Vertrag habe, mache ich mir über die Winterpause keine großen Gedanken. Zunächst muss ich schauen, wo ich in diesem Jahr überhaupt an den Start gehen werde.

Wer waren in den vergangenen beiden Jahren deine härtesten Gegner?
Daniel La Rosa: Als Jahreswagenfahrer hat man die anderen Vorjahreswagen als Maßstab. Man schaut hauptsächlich auf die Jahreswagenfahrer bei Audi und Mercedes, insbesondere natürlich auch auf den eigenen Teamkollegen. Sicherlich hat man immer auch das Ziel, den einen oder anderen Neuwagen zu schlagen. Dennoch ist der Konkurrenzkampf unter den Jahreswagen am größten. Man pusht und stichelt sich intern einander nach oben, und so ist auch die Motivation immer gestiegen.

Für die Jahreswagen ist es also aus deiner Sicht ein Rennen im Rennen?
Daniel La Rosa: So kann man es bezeichnen. Schließlich wird, was die Boxenstoppstrategien angeht, natürlich im ersten Moment immer auch HWA als Werksteam bevorzugt. Insofern ist es für die Jahreswagen durchaus ein Rennen im Rennen. Alexandros Margaritis und ich hatten 2007 einige schöne Kämpfe. Man fährt hart, aber fair gegeneinander - und respektiert sich. Auch wenn es im vergangenen Jahr sicherlich auch andere Fahrer gab, die es nicht verstanden haben, fair zu verfahren. Es waren auch einige unfaire Aktionen zu beobachten.

Nach einer Karriere im Jahreswagen musst du die DTM nun vermutlich verlassen. Bist du enttäuscht darüber, dass dich damit wohl das Schicksal deines früheren Teamkollegen Stefan Mücke ereilt?
Daniel La Rosa: Wieso? Stefan ist zurzeit erfolgreicher denn je - ich gönne es ihm. Man sieht, dass die Fahrer aus der DTM anderswo gerne gesehen sind. Insofern mache ich mir keine Gedanken, dass für mich die Türen abseits der DTM verschlossen sind. Der eine oder andere Teamchef abseits der DTM hat sicherlich auch gesehen, dass ich gar nicht so schlecht unterwegs war.

Was könnte die DTM für die kommende Saison verbessern?
Daniel La Rosa: Es sollte ein Zeitfenster für die Boxenstopps eingeführt werden, um die Strategien ähnlicher und die Rennen transparenter zu machen.

Was hast du dir persönlich als Ziel für 2008 gesteckt?
Daniel La Rosa: Je nach dem, wo ich fahre, will einmal ganz oben auf dem Podest stehen.

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