Langsam kommt Licht ins Dunkle. Steigt Ralf Schumacher tatsächlich in die DTM ein?

Ralf Schumacher will in die DTM. Dies lassen zumindest Meldungen der Bild und des Sportinformationsdienst vermuten. "Da habt Ihr mich wohl erwischt! Ich will gar nicht so viel sagen, nur: Ich wäre nicht hier, wenn mir das Fahren nicht riesig Spaß machen würde", sagt Schumacher gegenüber der Boulevard-Zeitung beim Test in Estoril. "Und, ist doch klar, wenn ich nicht ernsthaft über ein Engagement nachdenken würde."

Desweiteren heißt es, dass der ehemalige Formel-1-Pilot den Stuttgartern bereits ein Ja-Wort gegeben haben soll, auch wenn er sein erstes Jahr in der DTM in einem Jahreswagen bestreiten müsste. "Ich gehe davon aus, dass eine Entscheidung im Februar fällt", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug dem sid. "Wenn sich Ralf für die Sache interessiert und einsetzt, dann spricht nichts gegen eine Zusammenarbeit." Ralf selbst hat kein Problem mit einem alten Auto. Er müsse sich erst an das Metier gewöhnen und alles kennen lernen, dazu bräuchte er keinen Neuwagen, sagte er der Bild-Zeitung. Schließlich ginge es in dem Lehrjahr noch nicht um Siege.

Nach dem Aus in der Formel 1 steht Ralf Schumacher derzeit ohne Job für die kommende Saison da. Mittlerweile hat der Wahl-Österreicher zwei Testfahrten im DTM-Mercedes absolviert. Zum ersten Mal saß er im Januar in der C-Klasse mit dem Stern auf der Motorhaube, in dieser Woche läuft der zweite Test. Wenn er tatsächlich in die DTM einsteigen sollte, müsste Ralf Schumacher auch finanziell Abstriche machen. Nach dem Rekordverdienst von 14 Millionen Euro bei Toyota gäbe es von Mercedes nur mickrige zwei Millionen. "Wer nur aufs Geld schaut, der ist bei uns an der falschen Adresse", bestätigt Haug.

Aber könnte Ralf Schumacher tatsächlich ein neuer Publikumsliebling werden? Nach dem Abgang von Mika Häkkinen herrscht in der DTM akuter Star-Notstand. Für Mercedes-Sportchef Norbert Haug spielt der Name Schumacher keine direkte Rolle. "Wir suchen keinen neuen Häkkinen und wollen Ralf auch nicht wegen der Schlagzeilen." Doch so schlecht würde sich der Name Schumacher sicher nicht verkaufen lassen, oder?

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