In Zandvoort hatte sich Alexandre Prémat als Teamplayer präsentiert und gab seinen ersten Sieg aus der Hand. Nun will er den Lohn sehen - möglichst schon 2008.

Alexandre Prémats Formel-1-Pläne liegen seit langem unangetastet in der Schublade. Als zu kommerziell empfindet er die Königsklasse, mit der er 2005 und 2006 als durchaus erfolgreicher GP2-Pilot um die Welt gereist war; zu sehr hat Prémat mittlerweile Gefallen an der DTM gefunden. Obwohl die DTM-Karriere des Franzosen im April mit dem Albtraum eines schweren Unfalls begonnen hatte, ließ sich Prémat nicht beirren: Neben Paul Di Resta etablierte er sich im Jahreswagen des Phoenix-Teams als Shooting-Star der Saison.

"Ich hoffe, im nächsten Jahr ein aktuelles Auto zu bekommen, aber zunächst muss ich abwarten", sagte Prémat gegenüber Autosport - und betreibt offensive Eigenwerbung. Anlaufschwierigkeiten stünden für ihn bei Abt-Audi aus seiner Sicht nicht zu befürchten, nachdem er bereits in Zandvoort seine Siegerqualitäten unter Beweis gestellt, sich dann jedoch in den Dienst Martin Tomczyks gestellt hatte: "Ich glaube, dass es möglich wäre, die Meisterschaft zu gewinnen, denn ich kenne die Strecken und das Team." Prémats Chancen auf ein Cockpit im 2008er-Audi sind durchaus intakt. Wie groß sie allerdings sind, ist noch ungewiss:

Während Mattias Ekström und Martin Tomczyk auch für das kommende Jahr gesetzt sind, steht hinter Timo Scheider und Tom Kristensen noch ein Fragezeichen. Eine Rückversetzung Scheiders in den Jahreswagen würde zwar verwundern, nachdem er insbesondere während der zweiten Saisonhälfte mit konstant konkurrenzfähigen Leistungen auf sich aufmerksam hatte. Doch sollte der weiterhin von Nachwirkungen seines Hockenheim-Crashs geplagte Kristensen Zweifel an seiner Performance hegen, könnte sich der Däne gegen eine Fortsetzung seiner DTM-Karriere entscheiden.

Dennoch würde sich Alexandre Prémat auch mit einer weiteren Saison im Jahreswagen arrangieren. "Selbst wenn ich kein neues Auto bekomme: Der 2007er-Bolide ist ein tolles Auto, mit dem ich mein Bestes geben werde, um das Podest zu erobern", gibt sich der Franzose kämpferisch. Prémat will Stehvermögen beweisen - scheint er doch in den Audi-Langzeitpiloten Ekström und Tomczyk ein Vorbild gefunden zu haben: "Ich will in der DTM Erfolge feiern, und ich will so lange wie möglich mit Audi zusammenarbeiten."

Copyright: adrivo Sportpresse GmbH