Mit guten Testresultaten nährten Martin Tomczyk und Mattias Ekström heute die Zuversicht bei Audi - sowie die Hoffnung auf einen weiteren Hockenheim-Sieg.

Der eine hätte vorzeitig zum zweiten Mal DTM-Champion werden, der andere die Meisterschaftsführung übernehmen können - am Ende jedoch waren Mattias Ekström und Martin Tomczyk in Barcelona vereint im Verdruss über die Fahrweise der Mercedes-Piloten. Drei Wochen später, zwei Tage vor dem alles entscheidenden Rennsonntag, liegen die Nerven bereits wieder weit weniger blank als noch in Spanien: Konzentriert gingen die beiden Titelkandidaten der Ingolstädter, die zum Saisonauftakt einen Doppelsieg nach Hause fuhren, heute an die Setup-Arbeit - und wurden mit durchaus passablen Zeiten belohnt.

"Bis jetzt spüre ich keinen Druck. Ich bin das Wochenende so easy angegangen wie jedes andere auch", kann Tomczyk angesichts seiner Bestzeit am Vormittag glaubwürdig versichern. Ein gesundes Maß an Lampenfieber besteht dennoch: "Das Wochenende ist bisher perfekt verlaufen, auch wenn die Nervosität ein bisschen größer ist als sonst. Trotzdem werde ich einfach versuchen, mein Rennen zu fahren und das Beste herauszuholen." Ein wenig ungewöhnliches Ziel, das sich auch auch Ekström vorgenommen hat:

"Die Aufgabe für unser Team ist es, an diesem Wochenende Meister zu werden. Wir müssen vor Bruno Spengler ins Ziel kommen", nennt der Schwede das Rezept, wie er den dritten Mercedes-Titel in Folge zu verhindern gedenkt. Die eleganteste Lösung: "Natürlich ist es immer schwer, ein Rennen zu gewinnen, aber ich hoffe, dass das Jahr für mich nicht nur mit einem Sieg in Hockenheim begonnen hat, sondern auch mit einem Sieg endet." Mit Blick auf die endgültigen Fahrzeugabstimmungen erwartet Ekström morgen mehr Arbeit als Tomczyk:

So arbeitete sich der DTM-Champion von 2004 erst im Laufe des Nachmittags in die Spitzengruppe, wo er sich Tomczyk jedoch um eine Zehntelsekunde geschlagen geben musste. "Wir arbeiten weiter und versuchen, Kleinigkeiten zu verbessern. Momentan bin ich zufrieden mit unserer Arbeit", bilanziert Ekström, für den die traditionell gute Hockenheim-Performance seines Teamkollegen Tomczyk durchaus eine Gefahr darstellt: "Perfekt ist ein Auto nie, aber ich mit den Tests sehr zufrieden, nachdem die Freitage bei den letzten Rennen nie wirklich gut liefen. Aber Mercedes ist schnell, meine Teamkollegen sind schnell - insofern haben wir noch ein Stück Arbeit vor uns."

Copyright: adrivo Sportpresse GmbH