Mit soliden Leistungen hat sich Susie Stoddart längst in der Männerwelt DTM etabliert. 2008 will sie die Muskeln spielen lassen.

"Mein Plan ist es, keine Pläne zu haben." So blickt Vanina Ickx nach dem Ende ihrer DTM-Karriere auf die kommenden Wintermonate, die die Belgierin als Zeit der Neuorientierung nutzen will - ob inner- oder außerhalb der Motorsportszene. Ickx genießt Freiheiten, von denen Susie Stoddart zurzeit nur träumen kann: Zwar stand die Mücke-Pilotin 2007 im langen Schatten Paul Di Restas, der es im baugleichen 2005er-Mercedes bis auf Meisterschaftsrang fünf brachte. Nach konstant soliden Leistungen darf Stoddart allerdings auch für 2008 bei Mercedes als gesetzt gelten - und bezahlt die Aussicht auf den lang ersehnten erstem Meisterschaftspunkt mit einer durchgeplanten Winterpause.

"Im Oktober und November bin ich viel beschäftigt; ich habe viele PR-Termine für Mercedes. Im Dezember wird es etwas ruhiger", berichtet Stoddart, die erst 2008 zumindest teilweise für einige Tage abschalten will: "Im neuen Jahr plane ich mit meiner Familie einen Urlaub, wobei ich auch dann hart trainieren muss." Im kommenden Jahr will Susie Stoddart ihren Kollegen noch mehr Paroli bieten als bereits während ihrer beiden ersten DTM-Jahre - und setzt dabei auf eine verbesserte Fitness: "Ich muss viel Krafttraining machen, denn meine Muskeln sind natürlich nicht so groß wie die der männlichen Kollegen. Mit einer guten Fitness fühlt man sich im Auto einfach besser."

Trotz servounterstützter Lenkung hat Stoddart einen besonderen Trainingsschwerpunkt ausgemacht. "Im Cockpit spürt man die Belastungen vor allem im Nacken, denn die Nackenmuskulatur wird beim Lenken stark beansprucht", weiß Susie Stoddart, die auch an ihrer Kondition weiterhin feilen will: "Es ist unheimlich heiß in einem DTM-Fahrzeug. Bei jedem Rennwochenende verliere ich rund drei Kilogramm Gewicht - wenn auch nur Flüssigkeit. Aber wenn ich das meinen Freundinnen erzähle, wollen auch sie sofort ins Rennauto steigen..."

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