Trotz seiner Serie an Platzierungen in der ersten Startreihe will Timo Scheider den ersten Podestplatz in diesem Jahr nicht mehr erzwingen...

Mit seinem erneuten zweiten Platz beim Hockenheimer Qualifying hat sich Timo Scheider beinahe als Stammgast in der ersten Startreihe etabliert. Eine Tatsache, auf die er trotz guter Ergebnisse während der Trainingssessions zunächst kaum zu hoffen gewagt hätte: "Im ersten Outing war ich mir nicht ganz sicher, weil wir dort mit dem Gripniveau gehadert haben. Dann haben wir eine Setup-Änderung vorgenommen, die sich ausgezahlt hat - danach war der Grip wieder so, wie ich ihn mir vorgestellt habe", berichtet Timo Scheider im Gespräch mit der adrivo Sportpresse von einem ähnlichen Problem wie Mattias Ekström, das sich zum Ende hin auflöste: "Es war ein hartes Qualifying, in dem ich in letzter Sekunde alles herausgeholt habe."

Seit der zweiten Saisonhälfte macht Scheider eine positive Entwicklung seiner Leistungskurve aus: "Ich bin überglücklich, zumal seit Mugello der Knoten geplatzt ist und wir vor allem im Qualifying zeigen können, dass wir konstant vorne dabei sind." Mit Blick auf das morgige Rennen will sich der Lahnsteiner nicht auf Prognosen festlegen. Zwar zöge er es vor, von Beginn an nach vorne zu stürmen und "mit dem Rest nicht viel zu tun" zu haben. Doch zu oft ist in diesem Jahr bereits der Traum vom ersten Podestplatz in der DTM geplatzt:

"Es wäre schön, in Hockenheim endlich den ersten Podestplatz mitzunehmen - aber eigentlich ist mir das mittlerweile egal, ich will es schon gar nicht mehr ansprechen...", nimmt Scheider seine Pechsträhne mit Galgenhumor. So will er sich wie gewohnt insbesondere in den Dienst der beiden Ingolstädter Titelkandidaten stellen: "Wichtig ist, dass es morgen für Mattias und Martin eine gute Strategie gibt. Teamintern sollte es morgen in der ersten Kurve keine Probleme geben..."

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