Erst auf Rang 7 platzierte sich mit Timo Scheider der zweitschnellste Audi-Pilot. Dass man bei Audi daher einiges Verbesserungspotenzial sah, leuchtet ein...

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
Ich freue mich sehr für Martin (Tomczyk), der ein ganz tolles Qualifying fuhr. Alles passte optimal zusammen, er machte nicht den geringsten Fehler, auch das Timing war optimal. Leider ist das nur ihm gelungen. Bei den anderen hat es nicht so gut funktioniert, wie wir es erhofft hatten. Aber bei wechselnden Bedingungen muss einfach alles zusammenpassen - das bekamen nur Martin und sein Team hin.

Martin Tomczyk (Abt):
Es war ziemlich anstrengend, aber ich bin wahnsinnig zufrieden. Die Strecke wurde immer trockener, was die Sache nicht einfacher machte, was Reifen und Luftdruck anbelangt. Wir haben trotzdem alles wunderbar hinbekommen. In der letzten Session war alles Spitz auf Knopf. Wir konnten nur am Anfang die Zeiten fahren, dann wurden die Reifen zu warm und der Luftdruck zu hoch. Bei solchen Verhältnissen braucht man auch eine Portion Glück, wie wir bei den übrigen Audi Fahrern gesehen haben.

Timo Scheider (Abt):
Es fing ganz gut an. Im starken Regen war das Auto nicht schlecht. Für die zweite Session haben wir etwas umgebaut, aber damit wurde es sehr schwierig. Also haben wir alles wieder zurückgebaut auf die erste Variante. Das war offenbar die falsche Entscheidung. Das Hauptproblem war, dass die Hinterachse sich im letzten Qualifying-Drittel sehr schlecht verhielt. Ich bin etwas enttäuscht über Platz sieben. Mit dem Auto wäre mehr möglich gewesen. Glückwunsch an Martin (Tomczyk). Er hat eine tolle Leistung gezeigt. Morgen will ich so schnell wie möglich nach vorne kommen.

Mike Rockenfeller (Rosberg):
Neunter und ganz knapp die Top Acht verpasst: schade! Aber unter diesen Bedingungen ist es wirklich schwer, zum perfekten Zeitpunkt die gute Runde hinzubekommen. Die Strecke wurde immer trockener. Das heißt nicht unbedingt, dass man immer schneller wird, weil es sehr schmierig ist und der Reifenluftdruck stark ansteigt. Wir hatten am Ende nicht den perfekten Luftdruck. Trotzdem: Mit Platz neun habe ich das Beste daraus gemacht. Es wäre toll gewesen, unter den ersten Acht zu sein. Trotzdem ist es eine gute Ausgangsposition für morgen.

Mattias Ekström (Abt):
Das war nicht das, was wir wollten. Platz zehn - das gleiche Ergebnis wie am Nürburgring. Mehr war unter diesen Bedingungen mit meinem Setup nicht möglich. Das bedeutet harte Arbeit am Sonntag. Am Nürburgring kamen wir bis nach vorne, das wollen wir morgen wieder erreichen.

Tom Kristensen (Abt):
Ich war mit dem Auto am Morgen bei Trockenheit sehr zufrieden, wie Platz zwei im Freien Training zeigt. Der Schauer kam für mich zum falschen Zeitpunkt. Ich bekam im Regen Probleme mit der Antriebsachse, denn ich hatte in allen Anläufen Übersteuern und wenig Traktion - das war kein sehr gutes Qualifying. Das wird ein hartes Rennen.

Christian Abt (Phoenix):
Ich glaube, dass wir alles richtig gemacht haben. Allerdings sind die Reifensätze sehr unterschiedlich. Dadurch kommt das Auto völlig aus der Balance. Man muss daran arbeiten, dass das besser wird - hat man Glück, ist man ganz vorne, hat man Pech, rutscht man nach hinten. Ich glaube nicht, dass es jemanden gibt, der in diesem Starterfeld das Autofahren verlernt hat.

Markus Winkelhock (Futurecom TME):
Da mir Regen ziemlich gut liegt, hatte ich mir mehr erhofft und mich nach dem Schauer auf das Qualifying gefreut. Ich kam allerdings nicht zurecht, denn wir hatten kaum Traktion. Nach zwei Runden hatte der Reifen viel weniger Grip. Die Zeiten wurden langsamer, obwohl ich mich mehr an die Strecke gewöhnt habe. Leider war zu wenig Zeit, um etwas am Auto zu ändern. Man muss draußen bleiben und mit seinen Problemen kämpfen.

Alexandre Prémat (Phoenix):
Ich bin sehr enttäuscht. Auf trockener Strecke waren wir in Barcelona sehr stark. Im Regen war es eine ganz andere Sache. Mein Auto untersteuerte zu sehr. Unsere Abstimmung für nasse Verhältnisse war einfach nicht gut. Morgen wird ein anderer Tag.

Lucas Luhr (Rosberg):
Leider war wieder früh Feierabend. Das ist äußerst schade. Ich hatte Traktionsprobleme beim Herausbeschleunigen und habe dabei rund drei Zehntelsekunden verloren. Von Startplatz 17 wird es ein hartes Rennen.

Vanina Ickx (Futurecom TME):
Das war leider ein schlechtes Qualifying. Dabei war ich schon ungeduldig, weil ich mich auf den Regen gefreut hatte. Leider entwickelte sich aber kein Grip, und ich war nicht gut unterwegs. Das ist sehr schade und spiegelt auch unseren Tag nicht wirklich wider, denn im Trockenen lief es am Morgen ganz gut.

Hans-Jürgen Abt (Team Direktor Audi Sport Team Abt Sportsline):
Es war ein Qualifying mit allen Höhen und Tiefen. Martin Tomczyk hat souverän gezeigt, was in dem Auto steckt. Die anderen haben mit Problemen gekämpft. Das müssen wir analysieren, um es bis zum Rennen zu lösen. Aber wir wissen, dass alle starke Kämpfer sind und nicht den Kopf hängen lassen.

Ernst Moser (Team Direktor Audi Sport Team Phoenix):
Es ist uns mit keinem der beiden Autos gelungen, im Regen genügend Grip zu finden. Die Fahrer sind nur herumgerutscht - egal mit welchem Reifensatz und mit welchem Luftdruck. Wir haben es in der Kürze der Zeit nicht geschafft, die Reifen zum Arbeiten zu bringen. Daher starten wir nur auf Platz 13 und 16 - sehr enttäuschend.

Arno Zensen (Team Direktor Audi Sport Team Rosberg):
Es war eine Lotterie. Schade, denn im Regen mussten alle pokern. Lucas (Luhr) fiel leider früh heraus. \'Rocky\' war toll unterwegs. Wäre er sechs Hundertstel schneller gewesen, hätte er Bruno Spengler verdrängt. Das wäre sensationell gewesen. Trotzdem bin ich mit seiner Leistung zufrieden.

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