Der E-Reporter Wettbewerb geht in die Schlussphase. In Monza und Spa waren und sind die letzten beiden Kandidaten im Einsatz.

Peter Hodges erlebte in Monza das Wochenende schlecht hin. Als Bridgestone e-reporter durfte er im GP2-Fahrerlager herumstreunen, Fahrer interviewen und Artikel schreiben. Peter ist Student an der Staffordshire University und war als sechster e-Reporter in dieser Saison im Einsatz. Nur noch am kommenden Wochenende in Spa-Francorchamps ist noch einmal ein e-Reporter im GP2-Paddock unterwegs - Laura Postma aus den Niederlanden.

Peter hatte an seinem Wochenende alle Hände voll zu tun, Interviews mit Giorgio Pantano, Andreas Zuber, Luca Filippi und Bruno Senna, Gespräche mit TV-Kommentator James Allen und natürlich Rennberichte zur GP2. "Es war ein unglaubliches Wochenende", strahlte Peter hinterher. "Der Zugang zum GP2- und F1-Paddock war unglaublich - ich durfte sogar das ITV F1-Produktionsteam bei der Arbeit beobachten." In seinem e-Reporter Tagebuch berichtet er, von seinen Erlebnissen?

Erste Eindrücke

Nur wenige Rennstrecken haben eine beeindruckendere Lage als das Autodromo Nazionale di Monza inmitten des königlichen Parks. Kaum hatten sich der morgendliche Nebel in der Lombardei verzogen, parkten wir unser Auto zwischen den vielen Bäumen und stiegen in die pralle Sonne. Ich konnte die Tradition und Monza-Atmosphäre direkt spüren.

Wie ein Kind im Süßwarenladen lief ich auf den Eingang des Rahmenserienpaddock zu und nach einem kurzen Zücken meines Passes war ich mitten im Herzen der GP2.

Freitag

Der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück in der GP2-Hospitality. Dabei las ich die neueste Ausgabe des Ted Bulletin und genoss eine Einführung in die Welt von Bridgestone - wussten Sie, dass das Unternehmen auch Golfbälle und Fahrräder herstellt?

Wenn man nach einem Gespräch mit dem erfahrenen Journalisten Timothy Collings, der alle meine Fragen mit über 20 Jahren Motorsporterfahrung, beantwortete, direkt in das Heiligtum der Formel 1, den Paddock, gehen kann, dann weiß man, dass ein Tag wie kein anderer begonnen hat.

Sobald ich drin war, erfuhr ich mehr über das Leben der Bridgestone Potenza-Reifen und wanderte durch den Paddock, die Genauigkeit des Layouts und die Höhe der Motorhomes bewundernd. Immer dabei: der Sound des 1. Freien Trainings. Nach dem Ende des Trainings gingen wir in die Super Aguri Box und sahen dabei zu, wie das Team mit der Datenanalyse von Chassis, Motor und Reifen begann. Den Sound des Honda F1-Motors, der immer wieder hochgejubelt wurde, werde ich nie wieder vergessen!

Meine Ohren durften sich nicht lange ausruhen. Gegenüber der Variante Ascari und der Curva Parabolica verfolgte ich wie die GP2-Autos im Freien Training auf Zeitenjagd gingen. Die ersten beiden Plätze gingen an italienische Fahrer und mit einem der beiden, Luca Filippi auf Position 2, durfte ich während des Mittagessens in der Bridgestone F1-Hospitality sprechen. Neben einigen anderen italienischen Journalisten war auch ein ehemaliger Bridgestone e-Reporter dabei!

Samstag

Als ich ankam, war es noch ruhig, es war Renntag in der GP2. Das sollte sich bald ändern, als die Team damit begannen, Boxenstopps für das Rennen im Paddock zu üben. Drinnen saß ich mit ITV F1-Kommentator James Allen, der mich ermutigte und mir einige nützliche Tipps gab. Danach sprach ich mit Motorsportjournalist Alan Henry, der mit mir sowohl über den Sport sprach als auch mehr über eReporter erfahren wollte.

Meine Chance um Bridgestones nächstes Topmodel zu werden, kam bei einem Fotoshooting mit ART-Pilot Sébastien Buemi und einigen Schweizer Journalisten, darunter Ex-F1-Fahrer Marc Surer! Buemi war sehr offen, verriet, wie er mit der Belastung durch mehrere Rennserien zurechtkommt, und sprach darüber, wie schwierig es ist, zum ersten Mal in Monza zu fahren.

Nach dem Mittagessen sah ich wieder ITV bei den Vorbereitungen für die Qualifying-Übertragung zu. Davon war extrem beeindruckt. Vor dem ersten Rennen des Wochenendes hatte ich noch ein Interview mit Luca Filippi und seinem Teamchef David Sears. Danach sprach ich mit dem GP2-Hospitality-Manager Christian Staurenghi.

Sonntag

Als ich am Morgen durch die Fanmassen schritt, hatte ich sofort diese besondere Gefühl, nicht nur, dass es der Renntag war, sondern auch, dass es der Italien GP war. Nach dem Frühstück in der GP2-Hospitality erlebte ich einen surrealen Moment, als 30 Grid Girls in Rot in der Hospitality verschwanden. Danach ging es zum Red Bulletin, der selbsternannten "beinahe unabhängigen" Formel 1-Fahrerlagerzeitung.

Es war unglaublich zu sehen, wie in einem Lastwagen neben der Strecke eine tägliche Zeitung produziert wurde. Insbesondere wenn man bedenkt, mit welchen Deadlines sie arbeiten und dass die komplette Ausstattung direkt nach Spa geschickt wurde.

Dank einer Fahrt im Red Bulletin Buggy war ich schnell wieder im GP2-Paddock - rechtzeitig zum Sprintrennen, in dem wie immer viel überholt wurde. Nach dem Rennen sprach ich mit allen Hauptprotagonisten über die Schlüsselszenen. Auch Bruno Senna erzählte mir von seinem Rennen, seiner bisherigen Karriere und dem Druck seines berühmten Namens.

Kaum war das Interview beendet, war ich zurück im Bridgestone Motorhome, wo mich Neuigkeiten zu Pantanos Disqualifikation und Glocks Untersuchung erwarteten. Nach dem Rennbericht und dem Interview konnte ich mich zurücklehnen, den Grand Prix bedanken und Bridgestone für ein wahnsinniges Wochenende danken - eine sicherlich einzigartige Einführung in den Motorsportjournalismus.

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