Mit einem zweiten Startplatz wusste Timo Scheider seine Zandvoort-Leistungen zu bestätigen. Er zeigt sich optimistisch - obwohl das Setup noch Fragen aufwirft.

Timo Scheiders Aufwärtstrend ist ungebrochen - sieht man von den letzten Metern des Zandvoort-Rennens ab. Mangelte es lange trotz seines auch innerhalb des Abt-Audi-Quartetts konkurrenzfähigen Speeds am nötigen Quäntchen Glück, so ist der frühere Opel-Pilot nun Stammgast an der Spitze der Zeitenliste. Die Enttäuschung über den Zandvoorter Funkspruch ist vergessen: In bester Laune witzelt er mit Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich und präsentiert sich der DTM-Welt mit einem Siegerlächeln.

"Ein sensationelles Qualifying-Ergebnis für Audi. Mit 13 Tausendsteln bin ich nach Zandvoort wieder ganz knapp an der Pole gewesen; ich bin glücklich, wieder in der ersten Reihe zu sein", beschreibt Scheider gegenüber der adrivo Sportpresse seine Hochstimmung, die auch aus seinen erfolgreichen Einsätzen in der Lausitz vor vier Wochen gründet: "Besonders stolz macht mich, dass sich unsere Tests in der Sommerpause ausgezahlt haben." Für das morgige Rennen sieht Scheider seinen Dienstwagen konkurrenzfähig:

"Unter normalen Bedingungen sollte es ein gutes Rennen für uns werden", glaubt der letztjährige Rosberg-Pilot, sieht auf sich und seine Ingenieure allerdings noch einige Arbeit zukommen. So muss ein Teil der Setup-Arbeit für die morgigen Long Runs nachgeholt werden, die gestern wegen des wechselhaften Wetters nur in eingeschränkter Form möglich war: "In den Tests hatten wir teilweise Setups für Regen und Trockenheit zugleich. Für morgen müssen wir nun ganz eindeutige Setups je nach Wetterlage wählen."

Nachdem Mattias Ekström beim Eifelrennen des vergangenen Jahres seinen siebten Platz freiwillig an Scheider übergeben hatte, will sich der Lahnsteiner wieder umgekehrt in den Dienst des Teams stellen - sollte der zehntplatzierte Schwede in Schlagdistanz zur Spitze kommen. "Ich beneide Mattias nicht um die Lage, hinter sechs Mercedes zu stehen. Ich kann ihm leider keine Tipps geben. Von der Performance her hätte Mattias zu uns nach vorne gehört", glaubt Timo Scheider - und fügt mit Blick auf den bewölkten Himmel hinzu: "Das Wetter wird sicher eine Rolle spielen - ich hoffe nur, dass es nicht schneit..."

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