Der Nürburgring-Nachmittag verlief ganz nach dem Geschmack von Audi. Martin Tomczyk siegte, Mattias Ekström kletterte von 10 auf 3.

Martin Tomczyk:
Von Anfang bis zum Schluss hatte ich ein absolutes perfektes Auto. Wenn man sich nie im Kampf befindet und feststellt, dass man rund sieben Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten hat, kann man das Rennen kontrollieren und etwas ruhiger angehen lassen. Es war ein wunderschönes Rennen, und - ganz ehrlich gesagt - auch ein leichtes.

Mattias Ekström:
Der Start und die ersten Kurven waren wirklich hart. Ich überholte Mika (Häkkinen), der sehr fair blieb und mir genügend Platz ließ. Dann gab es tolle Kämpfe, die ich ohne Probleme überstand. Mein Team hatte eine perfekte Strategie vorbereitet. Das Auto war ordentlich, die Abstimmung allerdings nicht traumhaft. Dank der Strategie und einiger schöner Überholmanöver kam ich nach vorn. Danke an das Team!

Timo Scheider:
Ich hatte einen sehr guten Start. Es war klar, dass wir eine aggressive Strategie fahren und zweimal kurz hintereinander stoppen würden - mit dem Risiko natürlich, dass die Distanz mit einem Reifensatz danach sehr lange werden würde. So blieben wir vor den Mercedes. Leider hat es nicht ganz gereicht, um die 30 Runden auf einem Satz Reifen zu überleben. Schade, dass es mit dem Podium nicht funktioniert hat, aber für Mattias (Ekström) und Martin (Tomczyk) war es toll. In der Meisterschaft ging es einen Schritt vorwärts.

Tom Kristensen:
Eine fantastische Teamleistung von Audi. Der Grundstein zum Sieg wurde im Qualifying mit den Plätzen eins bis drei gelegt. Ich fuhr zu Beginn auf alten Reifen, was schwierig war, vor allem im Kampf mit Bruno Spengler. Auf neuen Reifen lief es besser. Leider trennte meine Kupplung nicht sauber. Bei den Boxenstopps starb mir einmal der Motor ab, dann war ich beim nächsten Stopp extra vorsichtig. Alle haben exzellent gearbeitet, aber ich wäre natürlich lieber vor den drei Mercedes ins Ziel gekommen.

Alexandre Prémat:
Ich bin durchaus zufrieden, auch wenn wir keine Punkte eingefahren haben. Wir haben im Rennen eine gute Leistung gezeigt. Es war ein schöner Kampf mit Mika Häkkinen. Ich fuhr fast die gleichen Zeiten wie die 2007er Autos, die nur einen Tick schneller waren.

Christian Abt:
Mit dem Rennen bin ich grundsätzlich zufrieden. Sicher hätte man sich strategisch anders entscheiden können, aber heute haben wir alle für Audi gekämpft. Ich freue mich, dass ein so gutes Ergebnis herausgesprungen ist.

Lucas Luhr:
Ich bin einen sehr langen ersten Abschnitt gefahren. Man hat schon im ganzen Jahr gesehen: Wer früh stoppt, ist vorne. Ich habe nicht früh gestoppt, also war ich hinten. Ich weiß nicht, was wir machen können, um besser zu werden. Alle 2006er Audi taten sich hier schwer. Das war leider ein Wochenende ohne echtes Ergebnis.

Mike Rockenfeller:
Mein Rennen war katastrophal. Ich hatte einen guten Start und zog in die Mitte in eine Lücke. Auf der Seite spürte ich plötzlich einen Schlag. Es war Markus Winkelhock. Das tut mir natürlich leid. Allerdings würde ich mir gerne die Bilder anschauen. Wir sitzen so tief im Auto, dass wir nach links und rechts fast nichts sehen. Ich bin der Letzte, der einem anderen Audi Fahrer ein Rennen zerstören möchte. Dafür erhielt ich eine Durchfahrtstrafe. Damit war mein Rennen gelaufen.

Vanina Ickx:
Ich freue mich, dass ich das Auto heil ins Ziel gebracht habe. Es ist schon zu lange her gewesen, dass ich im Ziel war, nämlich in Brands Hatch. Deshalb war es sehr wichtig für mich, das Rennen zu beenden. Meine Position spielte dabei keine Rolle. Ich freue mich sehr für Audi und mit Martin (Tomczyk) und Mattias (Ekström) über die Plätze eins und drei.

Markus Winkelhock:
Leider war das kein Rennen, denn schon nach einigen Metern war mein Einsatz vorbei. Mein Start war nicht gut. Ich zog leicht nach links, als ich plötzlich einen Schlag spürte. Mike Rockenfeller hat mich berührt. Leider wurde mein Auto umgedreht - direkt in die Mauer. Ich konnte nichts machen.

Hans-Jürgen Abt (Team Direktor Audi Sport Team Abt Sportsline):
Ein Traumergebnis! Wir können stolz sein auf alle Ingenieure und Mechaniker. Alle waren hochkonzentriert und haben für den Sieg gearbeitet. Auch unsere Piloten sind toll gefahren. Es war ein spannendes und faires Rennen. So kann es weitergehen!

Ernst Moser (Team Direktor Audi Sport Team Phoenix):
Der Start von Christian (Abt) war super, während Alex (Prémat) einen Platz verloren hat. Bei Alex hatten wir von vorneherein die Luftdrücke so eingestellt, dass nur zwei kurze erste Rennabschnitte möglich waren. Deshalb haben wir ihn hereingeholt, obwohl Christian vor ihm war. Ich glaube, das war richtig. Christian ist einen langen ersten Abschnitt gefahren. Leider konnten wir aus den frühen Stopps nicht mehr machen und kamen nicht in die Punkte. Ein Tick hat gefehlt, dann hätten wir einen Punkt sammeln können. Aber wir waren nicht schnell genug, um weiter nach vorn zu fahren.

Arno Zensen (Team Direktor Audi Sport Team Rosberg):
Wir haben den Grundstein bereits gestern im Qualifying gelegt. Mit den Positionen 17 und 19 war klar, dass nicht viel möglich ist. Der Vorfall mit ?Rocky\' war schade. Wir müssen uns einmal genau ansehen, was da passiert ist. Gratulation an Audi zu Platz eins und drei. Dass ?Eki\' so weit nach vorne kam, finde ich toll.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
Das war ein perfekter Tag für Audi. Wir haben mit guter Strategie, schnellen Boxenstopps und tollem Speed unserer Autos ein hervorragendes Teamergebnis erzielt, das auch mit Blickrichtung Meisterschaft sehr wichtig ist. Das war heute eine eindrucksvolle Demonstration der gesamten Audi Mannschaft, die wieder einmal toll zusammengehalten hat und hart, aber fair gekämpft hat. Es war wirklich nicht einfach. Jeder musste 100 Prozent geben, damit wir dieses Ergebnis erzielen konnten.

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