Die Versuche Christian Abts, vom Jahreswagen in einen aktuellen Audi zurückzukehren, scheiterten. Ein Schicksal, mit dem sich Abt im Nachhinein anfreunden kann.

Bis zur letzten Runde des letzten Saisonrennens 2004 war Christians Abts Punktekonto leer gewesen. Erst als in Hockenheim Zielflagge fiel, stand für den Allgäuer ein mageres Pünktchen aus einem achten Platz im Audi-Neuwagen zu Buche. Doch 2005 präsentierte sich Christian Abt wie ausgewechselt: Degradiert in einen Jahreswagen des Joest-Teams sorgt er gleich zum Saisonauftakt mit Rang vier für Furore, bevor auf dem Norisring seine große Stunde schlug. Der zweite Platz im Altfahrzeug sollte aus Sicht Abts für eine erfolgreiche Bewerbung zurück in einen Neuwagen von Bruder Hans-Jürgen Abt reichen. Doch auch ein Jahr später musste Christian Abt feststellen, vergeblich um ein Comeback bei Abt-Audi gekämpft zu haben...

Ihm fehlten in der DTM die Perspektiven, begründete Christian Abt, mittlerweile im dritten Jahr Fahrer eines Vorjahres-Audi, am Norisring-Freitag seinen DTM-Rücktritt. Seine DTM-Bilanz sehe er insgesamt positiv, sei ihm sein Beitrag zum Titeljahr 2002 des damals noch privaten Abt-Audi-Teams wichtiger als jeder Sieg. Doch auch mit dem Alter seines Dienstwagens konnte sich der Phoenix-Pilot mit der Zeit mehr und mehr anfreunden. "Ich glaube, dass diese Konstellation auch für meine persönliche Weiterentwicklung nicht schlecht war. Ich sehe das alles mittlerweile sehr positiv", stellt Abt im Gespräch mit der adrivo Sportpresse fest, "dass ich nach dem Team meines Bruders auch noch andere Teams in der DTM kennen gelernt habe, wird mir in Zukunft vielleicht weiterhelfen."

So glaubt der 40-Jährige, die gesammelten Erfahrung künftig in anderen Rennserien ausspielen zu können. "Bei Joest und Phoenix habe ich seit 2005 noch einmal viel gelernt und konnte bei Phoenix ein sehr schlagkräftiges Team um mich herum formen", stellt Christian Abt fest - und verweist auf die Erfolge seines Teamkollegen Alexandre Prémat, der sich in der Meisterschaftstabelle als zweitstärkster Jahreswagenpilot hinter Gary Paffett präsentiert. "Ich bin sehr stolz darauf, wie sich diese Truppe bis heute entwickelt hat."

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