Ein Jahr nach dem Barcelona-Debüt der DTM präsentiert sich der Kurs in modifiziertem Gewand. Martin Tomczyk beschreibt die Kurzversion der Grand-Prix-Strecke.

Mit welchem Gefühl reisen Sie zum vorletzten Lauf der DTM-Saison 2007?
Martin Tomczyk: Mit Barcelona verbinde ich nur gute Eindrücke in meiner Karriere. Ich habe dort im Formelsport meinen ersten Sieg eingefahren und 2006 mein erstes DTM-Rennen gewonnen. Diese Erfolge verstärken natürlich die positiven Gefühle für einen Kurs, den ich sowieso gerne mag.

Wo dürfen sich die Zuschauer auf schöne Überholmanöver einstellen?
Martin Tomczyk: Die besten Überholmöglichkeiten bieten sich nach Start und Ziel und auf der Gegengerade in Richtung Spitzkehre. Im Windschatten kann man sich in diesen Abschnitten gut ansaugen, um vor den sehr langsamen Kurven überholen zu können.

Der Kurs hat einige sehr enge, aber auch schnelle Kurven. Was bedeutet das für die Abstimmungsarbeit?
Martin Tomczyk: Natürlich ist die Fahrzeugabstimmung ein Kompromiss, aber wir trimmen das Auto klar auf die schnellen Kurven. Die Wirkung der Aerodynamik spürt man in Barcelona an verschiedenen Stellen ganz deutlich.

In diesem Jahr wird eine andere Variante als im Vorjahr gefahren. Wie beurteilen Sie die Umbauten?
Martin Tomczyk: Vorher bestand die vorletzte Biegung aus einer schnellen Rechtskurve, die ich sehr mochte. Nach dem Umbau wurden daraus drei Kurven. Im vergangenen Jahr ist an der alten Stelle meinem Verfolger Bernd Schneider ein Fehler unterlaufen, sodass mein Sieg etwas leichter wurde. In der neuen Variante kann theoretisch in drei Ecken viel mehr passieren. Ich bin gespannt.

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