Nach zuletzt mäßiger Performance lassen die Audi-Jahreswagen aufhorchen. Mattias Ekström musste sich hingegen Bruno Spengler geschlagen geben...

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
Entgegen der Vorhersage haben wir einen trockenen Freitag erlebt. Trotzdem änderten sich die Grip-Verhältnisse sehr stark. Es ist daher schwierig, die Zeiten zu vergleichen. Interessant ist auch, dass unsere 2006er Autos wirklich gut dabei sind. Wir werden uns alle Daten ansehen, um für den Samstag die richtigen Abstimmungen für alle Autos zusammenzustellen.

Christian Abt (Phoenix):
Der zweite Test lief gar nicht schlecht, nachdem wir im ersten noch ein Problem hatten. Das Auto fühlt sich fürs Qualifying schon recht gut an. Morgen müssen wir unser Entwicklungsprogramm noch so ändern, dass wir uns fürs Rennen noch verbessern. Generell bin ich optimistisch.

Timo Scheider (Abt):
Positiv ist, dass mir schon eine recht schnelle Runde gelungen ist, obwohl es noch Luft nach oben gibt. In Sachen Long-run sieht es ein bisschen aus wie am Nürburgring, als die Mercedes-Mannschaft am Freitag extrem stark war. Dort hat es sich am Samstag und Sonntag dann relativiert, und darauf baue ich hier in Barcelona auch.

Mike Rockenfeller (Rosberg):
Die Platzierungen waren okay, aber das ist am Freitag nicht so wichtig. Ich hatte gedacht, dass wir ein bisschen schneller sein würden. Wir müssen noch etwas finden, speziell über die Distanz. Insgesamt bin ich mit dem Auto noch nicht so glücklich. Wir müssen analysieren, woran das lag, um uns zu verbessern.

Mattias Ekström (Abt):
Obwohl der Freitag oft nicht viel aussagt, bin ich mir sicher: Das wird eine ganz enge Angelegenheit an diesem Wochenende. Die Zeiten liegen sehr dicht beieinander. Wir haben heute eine Menge gelernt und werden uns jetzt so gut wie möglich auf morgen vorbereiten.

Alexandre Prémat (Phoenix):
Der Tag war gut. Am Morgen haben wir an der Abstimmung für Qualifying und Rennen gearbeitet, am Nachmittag die Arbeit fortgesetzt. Fürs Qualifying sind wir bestens vorbereitet. Ich bin mir sicher, bis in die letzte Sektion zu kommen.

Tom Kristensen (Abt):
Die Zeiten sagen heute absolut nichts aus. Bei meiner Situation in der Meisterschaft kann ich natürlich viel mehr experimentieren. Mit meinem Ingenieur haben wir deshalb einige radikalere Setup-Varianten ausprobiert, die sich aber nicht alle ausgezahlt haben. Jetzt setzen wir uns zusammen und machen einen neuen Anlauf am Samstagvormittag.

Lucas Luhr (Rosberg):
Wir waren hier testen und hatten daher schon viele Erkenntnisse. Trotzdem fehlen noch zwei Zehntel. Unser Problem ist, die neuen Reifen zu nutzen, ich bin mit den alten fast genauso schnell gewesen. Das müssen wir fürs Qualifying lösen.

Martin Tomczyk (Abt):
Das Wochenende beginnt sehr hart - aber so hat es am Nürburgring auch schon begonnen, und dann standen wir einen Tag später doch ganz vorne. Wir haben bis morgen eine ganze Menge Arbeit zu erledigen. Aber wir wissen, in welche Richtung wir gehen müssen und sind deshalb optimistisch.

Markus Winkelhock (Futurecom TME):
Richtig zufrieden bin ich nicht. Ich musste zunächst die Strecke lernen, auch wenn das nicht so schwierig war. Ich leide seit einer Woche an einer Grippe. Gegen Ende der zweiten Session war ich sehr geschwächt, ich hatte Kopfschmerzen und meine Konzentration ließ nach. Es wäre noch etwas mehr möglich gewesen, aber wir müssen auch noch am Auto arbeiten.

Vanina Ickx (Futurecom TME):
Es ist toll, wieder in Barcelona zu sein. Auch wenn die Sonne nicht scheint: Im Auto ist es ganz schön heiß. Wir haben einen guten Arbeitstag hinter uns, nachdem wir nur am Morgen durch ein kleines Problem am Motor ein wenig Zeit verloren haben. Am Nachmittag war ich mit der Abstimmung sehr zufrieden. Ich war sehr nahe an meinem Teamkollegen.

Hans-Jürgen Abt (Team Direktor Audi Sport Team Abt Sportsline):
Freitag ist Freitag. Wir wollen in der heißen Phase der Meisterschaft nichts dem Zufall überlassen und haben deshalb jede Menge ausprobiert. Die Zeiten standen für uns heute überhaupt nicht im Vordergrund, sondern die Erfahrungen mit unterschiedlichen Abstimmungsvarianten. Die haben wir gesammelt und werden daraus das optimale Setup für das Wochenende entwickeln.

Ernst Moser (Team Direktor Audi Sport Team Phoenix):
Wir haben einen sehr gemischten Tag hinter uns. Alex (Prémat) war relativ schnell mit gebrauchten Rädern auf guten Zeiten und das Auto besaß eine gute Balance. Bei Christian (Abt) war das Gegenteil der Fall: Das Auto übersteuerte am Morgen zu sehr, was wir für die zweite Session besser hinbekommen haben.

Arno Zensen (Team Direktor Audi Sport Team Rosberg):
Wir merken, dass wir hier getestet haben. Wenn uns Basiswerte vorliegen, geht es immer recht gut. Es lief heute sehr anständig. Das wollen wir am Samstag umsetzen.

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