Drei Audi vorne, nur der Spitzenreiter abgeschlagen auf Platz 10 trübt die Feierlaune bei den Ingolstädtern.

Martin Tomczyk:
Besser konnte es nicht laufen. Wir haben damit nach dem gestrigen Tag überhaupt nicht gerechnet. Auch heute früh waren wir nicht so sicher, ob wir die richtige Abstimmung gefunden hatten. Es ist perfekt gelaufen. Danke an mein Team. Wir haben zwischen Session zwei und drei noch einmal etwas verändert. Das Team sagte, wir probieren es aus - und es war die richtige Entscheidung. Es war genau das, was gefehlt hat. Großen Dank an das Team!

Timo Scheider:
Ein Super-Qualifying! Drei Audi auf den ersten drei Plätzen ist ein Ergebnis nach Wunsch. Schade, dass es für Mattias (Ekström) nicht gereicht hat. Da war vielleicht ein Detail nicht hundertprozentig. Ich freue mich riesig für Audi Sport und für Abt, dass sich die Arbeit der letzten Wochen ausgezahlt hat.

Tom Kristensen:
Ein sehr intensives Qualifying - etwas intensiver, als es mir lieb war. Es tut mir leid für Mattias (Ekström). Er hätte es verdient, mit uns ganz vorne zu stehen. Die Arbeit mit meinem Ingenieur Franco und den Mechanikern war gut. Wir haben am Auto kaum etwas gemacht. Ich habe nur versucht, immer bessere Sektorzeiten zu fahren. Das ist schwierig auf dieser Strecke, denn der Asphalt ist sehr glatt. Trotzdem fuhr ich am Ende meine beste Zeit. Es ist schön, im Qualifying unter den ersten drei zu stehen - eine gute Basis für das Rennen.

Mattias Ekström:
Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das ich für mich erhofft hatte. Wir sind mit der Abstimmung etwas in die falsche Richtung gegangen, und mein Auto hatte zu viel Untersteuern. Der Sonntag wird nun sehr interessant.

Alexandre Prémat:
Über Platz zwölf bin ich etwas enttäuscht, denn ich hatte gehofft, bis in die dritte Session zu kommen. Die Fahrer der 2007er Autos waren heute wirklich sehr schnell. Immerhin bin ich wiederum bester Fahrer eines 2006er Audi. Am Sonntag wollen wir mit einer guten Rennstrategie möglichst viele Punkte einfahren. Unser Auto sollte im Rennen gut sein.

Christian Abt:
Es war alles im grünen Bereich, doch in der letzten Kurve hatte ich einen Schlenker, der mich zwei Zehntel gekostet hat. Sehr schade, uns haben nur ein paar Hundertstel für den nächsten Anlauf gefehlt. Sonst wäre locker ein besseres Ergebnis möglich gewesen. Ich schätze, dass uns morgen ein langes und hartes Rennen bevorsteht.

Markus Winkelhock:
Ich bin nicht zufrieden. Allerdings habe ich auch kein besseres Ergebnis erwartet, nachdem wir bereits im Freien Training gekämpft haben und keine richtige Balance fanden. Wir werden vielleicht noch einmal etwas umbauen und es am Sonntag im Warm-up ausprobieren, damit wir wenigstens im Rennen eine gute Abstimmung haben.

Mike Rockenfeller:
Ich bin einmal mehr enttäuscht in diesem Jahr. Ich weiß nicht genau, woran es lag. Ich hätte ein oder zwei Zehntel schneller fahren müssen. Leider bin ich mit meinem ersten Satz Reifen in beiden Anläufen auf Markus (Winkelhock) aufgelaufen. Mit dem zweiten war nicht mehr möglich. Schon sind wir draußen nach der ersten Runde. Das ist natürlich nicht so schön.

Lucas Luhr:
Man hat gesehen, dass sich alle Vorjahres-Audi schwer taten. Bereits mit meinem ersten Reifensatz hatte ich überhaupt keinen Grip. Es kam mir so vor, als hätte der Reifen überhaupt nicht gearbeitet. So kann man nicht fahren. Damit war klar, dass das Qualifying heute frühzeitig für mich vorbei sein würde.

Vanina Ickx:
Mein Ziel war es, niedrige 1.25er Zeiten zu erreichen. Ich bin zwar auf 1.25er Zeiten gekommen, allerdings im hohen Zehntelbereich. Ich bin nicht ganz zufrieden, aber immerhin habe ich mich gegenüber dem Freitag verbessert.

Hans-Jürgen Abt (Team Direktor Audi Sport Team Abt Sportsline):
Das war an Spannung nicht zu überbieten. Wir wussten vor dem Qualifying wirklich nicht, wo wir am Ende stehen, denn es ging um Hundertstel. Ich freue mich wahnsinnig über die ersten drei Plätze, denn das war eines der besten Ergebnisse für unser Team. Leider ist der Meisterschaftsführende etwas weiter hinten. Ich werde ihn noch ein wenig motivieren, damit er ein gutes Rennen fährt und möglichst viele Punkte holt.

Ernst Moser (Team Direktor Audi Sport Team Phoenix):
Mit dem Ergebnis bin ich gar nicht zufrieden. Christian (Abt) kam nicht in die zweite, Alex nicht in die dritte Sektion. Speziell die erste Sektion war unser Problem. Ich weiß noch nicht, weshalb wir da zu langsam waren. Das müssen wir nun analysieren. Wir hatten uns mehr erwartet. Wir hatten mit einem Ergebnis unter den ersten Acht gerechnet, waren uns aber offenbar zu sicher.

Arno Zensen (Team Direktor Audi Sport Team Rosberg):
Wir stehen vor einem Rätsel. Es war vor den Zeiten unheimlich knapp, uns hat nur ganz wenig gefehlt. Ich war mir zuvor relativ sicher, dass wir bis in die zweite Gruppe kommen würden. Aber unsere Autos sind nur herumgerutscht. Wir versuchen, das abzustellen. Ich bin enttäuscht.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
Ein sehr spannendes Qualifying mit einem sehr guten Ergebnis: Es stehen drei Audi vorn. Martin (Tomczyk) ist wirklich eine tolle Runde gefahren, aber auch Timo (Scheider) und Tom (Kristensen) waren dicht dran. Das war eine starke Teamleistung. Schade ist natürlich, dass Mattias (Ekström) nicht an die Leistung herankam. Das müssen wir untersuchen. Er war mit dem Auto nicht hundertprozentig zufrieden. Wenn man in der DTM ganz vorne sein will, muss einfach alles passen.

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