Der Titelkampf spitzt sich zu und zwei Audi-Fahrer sind mittendrin. Angst vor dem Vier-Ringe-GAU haben sie nicht.

Drei Audi standen in der ersten Reihe, trotzdem wollte am Samstag keine euphorische Stimmung aufkommen. Ausgerechnet der Meisterschaftsführende Mattias Ekström fehlte im Spitzentrio am Nürburgring, er startete nur von Position 10. Am Sonntag durften wieder alle zufrieden sein. "Es passiert nicht so oft, dass jemand von 10 auf 3 vorfährt", strahlte Ekström nach seiner gelungenen Aufholjagd.

Zwar musste er im Verkehr kämpfen, aber ansonsten war er natürlich hochzufrieden. "Meine Rundenzeiten waren heute nicht ganz so gut wie die von Martin [Tomczyk], aber die Strategie, der Start und die Überholmanöver waren ein perfektes Rennen für mich." Dabei hatte er sich schon vor dem Start einiges vorgenommen. "Mein Ziel waren die ersten 5 - damit hätte ich leben können." Wenn alles perfekt läuft, hätte er sich auch einen Podestplatz vorstellen können. "Dafür brauchte es etwas Glück und genau dieses Glück hatten wir; zusammen mit einer geilen Strategie, einem tollen Auto und einer fehlerfreien Fahrt."

Genauso fehlerfrei war der Sieger Martin Tomczyk unterwegs, der nun bis auf vier Punkte an Ekström herangerobbt ist. "Es ist immer etwas Besonderes, zu gewinnen", verriet uns Tomczyk. "Aber gerade hier, wo wir am Freitag wahnsinnig viele Probleme hatten, ist das enorm gut. Besonders weil ich nach 15 Runden sieben Sekunden Vorsprung auf den Zweiten hatte."

Ab dem Qualiying lief es für ihn perfekt. "Der Speed war da und es war ein schönes, einfaches Rennen." Im Titelkampf erwartet Tomczyk kein Luxusproblem für seinen Motorsportchef. "Mattias und ich sind Profis genug. Wir können das auf der Strecke klären - der Schnellere wird gewinnen." Wichtig ist es nur, dass man vor den Mercedes ins Ziel kommt. "Das ist unser Ziel."

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