Nach seinen Hilfestellungen für Mattias Ekström verlangt Timo Scheider keine Gegenleistung. Stattdessen will er die eigenen Performance-Steigerungen umsetzen...

Es wäre ein Rennende wie aus dem Bilderbuch gewesen: Nach langen Jahren des Wartens gelingt Timo Scheider beim 75. DTM-Rennen, ausgerechnet seinem Heimrennen auf dem Nürburgring, der erste Podestplatz. Doch es kam anders: Wenn auch auf elegentare Art und Weise als fünf Wochen zuvor in Zandvoort überließ Timo Scheider den verdienten dritten Platz Titelkandidat Mattias Ekström - und leistete beim Überholversuch des Schweden eingangs der Mercedes-Arena nur sehr gemäßigte Gegenwehr.

Gefasster als noch in den Niederlanden schien Scheider am Wochenende den verschenkten dritten Platz hinzunehmen, sieht er sich doch in der Position, auch künftig regelmäßig auf Podestkurs zu liegen. "Seit Mugello gab es in der Zusammenarbeit mit meinem Renningenieur einen weiteren Aufwärtstrend beim Erarbeiten des Setups und seiner Richtung", erklärt der Abt-Audi-Pilot gegenüber der adrivo Sportpresse seine zuletzt konstant hohe Performance, "dass mein Ingenieur und ich immer besser zusammenfinden, hat sich auch in meiner Qualifikationsperformance seit Zandvoort positiv bemerkbar gemacht."

Hatte Timo Scheider ein Positions-Rückgeschenk Ekströms für vorangegangene Hilfestellungen auf dem Nürburgring 2006 gerne angenommen, so will er nun nicht auf weitere Gegenleistungen des Schweden bestehen. "Mattias hat mir auch diesmal am Nürburgring vom Podest aus den Pokal entgegengestreckt und wollte mit dieser Geste sagen: Du bekommst ihn wieder", erzählt der Lahnsteiner, "aber ich möchte ihn gar nicht unbedingt, denn geschenkte Pokale sind doch nicht so schön wie selbst herausgefahrene. Von daher soll er seinen dritten Platz behalten, und ich nehme das Podest noch einmal in Angriff, wenn die Meisterschaft vielleicht entschieden ist..."

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