Neben den zahlreichen Regenwolken sorgte heute auch ein weinendes Auge von Dr. Wolfgang Ullrich für Feuchtigkeit in Barcelona...

Mit einer Dreifach-Pole aus Martin Tomczyk, Heinz-Harald Frentzen und Tom Kristensen hatten die Ingolstädter 2006 ins Barcelona-Rennen gehen können. Ein Jahr später ist Frentzen arbeitslos in Monaco, Kristensen auf einem enttäuschenden elften Rang - und Tomczyk erneut auf Pole. Nach zuletzt so überzeugenden Teamergebnissen auch im Qualifying durfte sich Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich heute nur über eine "einfache" Pole Position freuen.

"Die Pole Position ist immer ein Grund für ein lachendes Auge", will Ullrich gegenüber der adrivo Sportpresse das weinende Auge nicht verleugnen, "aber natürlich hätte ich mich gefreut, wenn wir mit den restlichen Autos eine adäquate Mannschaftsleistung hinbekommen hätten. Das ist uns nicht gelungen - die gute Teamleistung hat Mercedes erbracht." So wird sich Mattias Ekström morgen erneut durch einige Armada aus sechs C-Klassen kämpfen müssen:

"Anscheinend möchte Mattias immer von Platz 10 aus ins Rennen. Er kann nur schauen, dass er noch einmal das Beste daraus machen kann. Er hätte mit Sicherheit wesentlich mehr erreichen können", blickt der Österreich voraus und kündigt an, wie schon auf dem Nürburgring eine geschickte Rennstrategie für den Schweden zu erarbeiten. Mit Blick auf Timo Scheiders siebten und Kristensens elften Platz bleibt für Ullrich dasselbe Fazit: "Heute haben angesichts des Regens unheimlich viele Kleinigkeiten eine Rolle gespielt, die man im richtigen Moment zusammenbringen musste."

Für Begeisterung beim Audi-Sportchef sorgte heute somit nur die erneute Glanzleistung Martin Tomczyks, dem ebendies mit Bravour gelang. "Bei den anderen haben immer wieder Kleinigkeiten gefehlt, die am Ende gereicht haben, sie so weit zurückzuwerfen", lobt Wolfgang Ullrich den mittlerweile dreifachen Rennsieger, der heute die versammelte Konkurrenz deutlich distanzierte, "Martin hat in allen drei Sessions eine optimale Leistung erbracht. Für ihn gibt es morgen nur eines: Flüchten."

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