Auch heute würde sich Tom Kristensen allzu gern in den Dienst Mattias Ekströms stellen. Doch die Schützenhilfe wird durch das Qualifying stark erschwert...

Über mangelnde Unterstützung kann sich Mattias Ekström auf dem Weg zum zweiten DTM-Titel seit langem nicht beklagen: Lange vor den Zandvoorter Funksprüchen machten insbesondere Tom Kristensen und Christian Abt unmissverständlich klar, dass sie dem Schweden und Martin Tomczyk auch zu Ungunsten ihrer eigenen Ergebnisse keine Steine in den Weg legen werden. Beim heutigen Rennen wird Ekström die Bereitschaft zur Schützenhilfe allerdings zunächst wenig bringen: Von Startplatz zehn aus muss sich Ekström zunächst durch eine sechs Fahrzeug starke Mercedes-Armada kämpfen.

Dabei hätte die automobile Ausstattung auch dem Meisterschaftsführenden zu einem besseren Startplatz verhelfen können. "Am Auto war von Beginn des Qualifyings an alles in Ordnung - ich selbst musste mich allerdings verbessern. Aber es war in diesem Jahr immer so, dass ich immer am Ende des Qualifyings meine beste Zeit gefahren bin", erklärt Kristensen gegenüber der adrivo Sportpresse, wieso er beim gestrigen Zeitfahren erst spät bis an die Spitze vordrang. "Drei Autos vorne sind ein Wunschergebnis - abgesehen von Mattias."

So bereitwillig sich Tom Kristensen auch weiterhin in den Dienst Mattias Ekströms stellen will - morgen sieht er hierfür erschwerte Bedingungen. "Wir haben als Fahrer keine Mittel zu versuchen, Mattias nach vorne zu bringen", stellt der Däne fest, "wir können nur versuchen, mehr Punkte als Mercedes zu holen und deren Titelanwärtern ein paar Zähler wegzuschnappen." Sollte dem Schweden allerdings die erhoffte Aufholjagd gelingen, weiß Kristensen, was er tun wird: "Wenn ich Mattias morgen in meinem Rückspiegel habe, ist die Sache klar: Dann werde ich ihn ohne zu zögern vorbeilassen."

Nach wie vor bildet das Wetter im Rennen die große Unbekannte - nachdem Kristensen 2006 als Titelanwärter unter wechselhaften Bedingungen von Startplatz zwei aus viel Boden verloren hatte. Der siebenfache Le-Mans-Sieger erinnert sich: "Letztes Jahr kam ein kurzer Schauer vor dem Rennen, was die Startphase sehr chaotisch gemacht hat. Zuerst fährt man auf Regenreifen, dann trocknet die Strecke ab - aber wann soll man wechseln?" Im Sinne der Zuschauer hält Tom Kristensen eine Wiederholung jener Vorgänge nicht für unvorteilhaft - die eigenen Wünsche sind dennoch anders: "Das macht das Rennen sehr spannend, auch wenn wir im letzten Jahr dadurch zunächst Boden verloren haben. Wir hoffen auf eine trockene Strecke; das macht die Sache weniger ungewiss."

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