Nach 29 sieglosen Rennen ist für Jamie Green der Knoten geplatzt - doch die Kulisse hätte eine passendere sein können...

29 lange Rennen hatte Jamie Green auf seinen ersten Sieg warten müssen - und nun, da der Brite endlich zum ersten Mal ganz oben steht, schenkt seinem ersten Triumph kaum jemand Beachtung. Während für Green die britische Nationalhymne erklang, diskutierten die beiden Sportchefs vor den Kameras über ein Rennen, das in einem ungeahnten Eklat endete. Während sich Dr. Wolfgang Ullrich so über das Zweikampfverhalten vieler Mercedes-Piloten ärgerte, dass er kurz vor Ende des Rennens seine verbliebenen Piloten zurück in die Box berief, war es Green, der unauffällig seine Runden an der Spitze drehte - und als einer der wenigen C-Klasse-Fahrer nicht den Unmut Ullrichs auf sich zog.

"Ich bin ein konstantes Rennen gefahren, habe Missgeschicke vermieden und mich aus allem Trubel herausgehalten", beschreibt der Brite gegenüber der adrivo Sportpresse sein Erfolgsrezept. Nicht nur auf Grund der äußeren Umstände hatte sich Green von Startplatz fünf aus nach vorne arbeiten können, nachdem seine beiden Boxenbesuche durchaus clever getimt waren: "Auch meine Rennstrategie war entscheidend: Nur Bernd Schneider hat früher gestoppt als ich - das hat sich ausgezahlt. Die Boxenstopps selbst verliefen gut."

Zumindest nach außen hin ließ sich Green, der trotz eines am Ende herannahenden Bruno Spengler seinen Platz behielt, keine Enttäuschung darüber anmerken, von welch unglücklicher Kulisse sein erster Sieg umrahmt war: "Ich bin sehr glücklich über meinen ersten Sieg - ich habe so lange darauf gewartet. Ich freue mich über meinen Sieg. Was um mich herum passiert ist, kann ich nicht beeinflussen."

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