Der Regen kam für Mika Häkkinen genau zum richtigen Zeitpunkt - und auch für morgen erhofft er sich einige Wolkenbrüche, um den dritten Saisonsieg einzufahren.

Zählte eine feuchte Asphaltbahn zu Formel-1-Zeiten im Kampf gegen Michael Schumacher nicht zu seinen bevorzugten Anblicken, so konnte Mika Häkkinen sein Glück beim Anblick der dunklen Regenwolken kaum fassen. "Ich war sicher, dass ich sehr gute Chancen habe, wenn es regnet. Als es vor dem Qualifying zu regnen begann, dachte ich mir: Ja, so soll es sein!", berichtet der zweitplatzierte Häkkinen gegenüber der adrivo Sportpresse. Nachdem der trockene Testfreitag für den dreifachen Rennsieger nur wenig vielversprechend verlaufen war, muss er gestehen: "Im Trockenen wäre ich wohl nicht in einer so guten Position gewesen."

Angesichts der gestern überzeugenen Long-Run-Performance der HWA-Mercedes darf sich Häkkinen durchaus Chancen auf seinen dritten Saisonsieg ausrechnen - für den er ohne Einschränkungen kämpfen wird. So denkt er nicht daran, Titelkandidat Bruno Spengler freiwillig passieren zu lassen: "Ich will ein gutes Rennen fahren, Bruno will ein gutes Rennen fahren. Wir werden für unser eigenes Rennen kämpfen. Aber wir werden mit Sicherheit nicht kollidieren, wenn er versucht, mich zu überholen."

Doch während sich Pole-Inhaber Martin Tomczyk sicher ist, unabhängig von den Wetterbedingungen konkurrenzfähig zu sein, steht im Falle eines trockenen Rennens ein Fragezeichen hinter Häkkinens fahrerischer Performance. Für den Formel-1-Doppelweltmeister kann die Schlussfolgerung so nur lauten: "Auch für morgen hoffe ich auf Regen - maximalen Regen auf der maximalen Rundenzahl..."

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