Die DTM ist unberechenbarer geworden - und stellt aus Sicht Mathias Laudas die Leistungen der Teams sowie insbesondere der Fahrer zu wenig in den Mittelpunkt.

Zu den Gewinnern der bisherigen Saison kann sich Mathias Lauda nicht zählen: Nach der Punktehalbierung von Klettwitz liegt Lauda mit einem bescheidenen Punkt auf Meisterschaftsrang 13, Gary Paffett im baugleichen Mercedes ist längst um 10,5 Punkte enteilt. Auch Alexandros Margaritis und Daniel La Rosa konnten im 2006er-Mercedes bislang weit mehr Punkte erobern - ohne dass sie sich im Qualifying stärker präsentiert hätten als der Österreicher.

Und wenngleich sich Mathias Lauda weiterhin im Lernprozess sieht: Das aktuelle Reglement hält er nicht für prädestiniert, fahrerische Leistungen hervorzuheben. "Die gestiegene Bedeutung der Taktik finde ich eher negativ, denn es kommt immer darauf an, wer gerade welche Strategie bekommen hat", spielt Lauda gegenüber der adrivo Sportpresse auch auf die unglückliche Strategie seines Mücke-Teams in Oschersleben an, deren negativen Auswirkungen er tatenlos zusehen musste. Der Fahrer habe auf die Strategie keinen Einfluss.

"Mir wäre es lieber, wenn es nur einen Boxenstopp gäbe. Dann würde nicht so viel taktiert und es käme mehr auf die fahrerische Leistung an", äußert Lauda einen Verbesserungsvorschlag an die Adresse der Regelmacher, dem sich gleich ein weiterer anschließt: "Außerdem würde ich es befürworten, wenn die Zusatzgewichte nach Teams und nicht nach Marken vergeben würden." So zeigte sich Lauda auf dem EuroSpeedway nur mäßig begeistert, trotz der Nullrunde seines Teams in Oschersleben "den Ballast aus Erfolgen anderer Piloten mitschleppen" zu müssen.

Auch die neue Dunlop-Reifengeneration, die durch ihre hohe Konstanz besticht und so das Vermeiden von Fahrfehlern erleichtert, sieht Lauda eher kritisch: "Nun haben alle einen harten Reifen, alle können auf einem hohen Level fahren - und deshalb wird aus meiner Sicht weniger überholt."

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