In der DTM verschafft sich Alexandre Prémat zunehmend fahrerisches Profil - und doch will in seiner französischen Heimat nichts davon ankommen.

Alexandre Prémat präsentiert sich als Franzose durch und durch: Sein französischer Akzent übertrifft den von Franko-Kanadier und Wahlfranzose Bruno Spengler um Längen, seiner motorsportlichen Heimat bleibt er zumindest privat konsequent treu. Auf der Île-de-France, dem Pariser Agglomerationsraum, gewann Prémat 1998 seine erste professionelle Kart-Meisterschaft; auch heute noch genießt der Audi-Pilot das Leben in Paris. Das Leben in der französischem Weltstadt hat es ihm angetan - bietet sie doch ganz nebenbei den Vorteil, auch nach seinen jüngsten DTM-Erfolgen völlig unerkannt zu bleiben...

"Mein Vater hat einst einige französische Fahrer wie Emmanuel Collard unterstützt. Mit neun Jahren fingen ich dann an, in Collards Team Kart zu fahren", berichtet Prémat gegenüber der adrivo Sportpresse von den Anfängen, als Alain Prost nicht nur in Frankreich noch in aller Munde war. Doch auch Prémat spürt, dass diese Zeiten vorbei sind. "Ich glaube, dass ich in Deutschland sehr viel mehr Fans habe als in Frankreich. In Frankreich legt man nicht so viel Wert auf Fahrer", bedauert der 25-jährige Phoenix-Pilot.

"Es ist immer schön für einen Fahrer, Autogramme zu geben. Ich mag die Arbeit mit den Fans", muss Alexandre Prémat gestehen, sich durchaus etwas mehr Interesse zu wünschen, "die französische Tradition für den Motorsport ist in Vergessenheit geraten. Zu Alain Prosts Zeiten gab es die Höhepunkte. Doch zurzeit gibt es in Frankreich keine große Motorsportbegeisterung. Das ist schade für die französischen Fahrer." Spätestens nach seinen Zandvoort-Leistungen muss sich Prémat zumindest nicht mehr den Vorwurf gefallen lassen, dagegen nicht sein Bestes getan zu haben...

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